Kommentar

Jede Stadt feiert anders

Das klassische Stadtfest ist tot?

Die Tatsache, dass zum Beispiel das Norderstedter Spektakulum Jahr für Jahr Zehntausende anlockt und zum dreitägigen Stadtfest in Ahrensburg bis zu 120.000 Besucher erwartet werden, straft diese von manchem Pinneberger vertretene Theorie Lügen.

Es ist wohl vielmehr so, dass explizit das Pinneberger Stadtfest sich irgendwie totgelaufen hatte. Das ist nicht weiter dramatisch und kein Einzelfall. Es gibt unter anderem schöne und stimmungsvolle Weinfeste in der Region. Anderenorts sind sie zum Weinen. Nicht jede Stadt muss alles anbieten, was die Nachbarn im Veranstaltungskalender haben. Mit dem kunterbunten Straßenkunstspektakel Comedy & Arts Anfang Juni und dem inzwischen international bekannten Summer-Jazz-Festival Anfang August verfügt die Stadt Pinneberg im Sommer über zwei einzigartige Großveranstaltungen, die das Kriterium des Alleinstellungsmerkmals erfüllen.

Stadt und Citymanagement sollten nicht lange rumeiern. Zumal am ersten September-Wochenende, das früher fürs Stadtfest reserviert war, ein interessantes und familienfreundliches (Alternativ-)Programm geboten wird. Entweder man propagiert das neue, andere Stadtfest. Oder man beerdigt den Begriff endgültig. Sonst kommen Jahr für Jahr doch kritische Stimmen, die fragen, was denn mit dem guten, alten Stadtfest ist.