Kommentar

Anständig über die Bühne bringen

Was sich derzeit in Schenefelds Kulturszene abspielt, ist nicht mehr auszuhalten.

Obwohl die Fronten klar sein müssten, wird weiter gestritten, werden Vorhaltungen gemacht. Da traut der eine dem anderen nicht mehr über den Weg. Da werden in einer Gemeinde, wo doch fast jeder jeden kennt, heimlich Fotos vom Abtransport von Sperrmüll gemacht und der Stadt zugespielt. Da wird die Schlüsselgewalt entzogen, Aufpasser abgestellt und Listen eingefordert. Mir ist langsam völlig egal, wer hier woran die Schuld trägt.

Fakt ist, dass es auf der einen Seite einen Verein gibt, deren Mitglieder sich jahrelang ehrenamtlich für das Forum eingesetzt haben und die sich eben aus bestimmten Gründen dafür entschieden haben, das nicht mehr zu tun. Auf der anderen Seite gibt es die Stadt mit Politikern und Verwaltung, die versuchen, das beste aus der Situation zu machen. Und damit hat es sich doch auch.

Nun sollten alle einmal wieder herunterfahren, ihre erhitzen Gemüter kühlen, den verletzten Stolz beiseite schieben und das Ende der Zusammenarbeit anständig über die Bühne bringen. Dazu gehört, dass sich ein Vertreter der Stadt bei der letzten Veranstaltung am 26. Mai sehen lässt und wie einst beim Tif-Ende offiziell für die gute Zusammenarbeit der vergangenen Jahre bedankt. Des Weiteren sollte man sich zusammen der nötigen Equipment-Liste widmen und dabei Großzügigkeit auf beiden Seiten walten lassen.