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Kreis Pinneberg

560 Einwände gegen Bau des A-20-Teilstücks

Planfeststellungsbeschluss wird nun wohl erst in knapp zwei Jahren erfolgen

Bokel/Kiel. Der Bau des Teilstückes der Autobahn 20 zwischen Bokel und Hohenfelde wird sich erheblich verzögern. Wie Harald Haase, Pressesprecher im Kieler Verkehrsministerium auf Anfrage bestätigte, sei der Planfeststellungsbeschluss aufgrund der Vielzahl an Einwänden von Bürgern und Institutionen wohl erst Mitte 2012 zu erwarten. Auf der Homepage des Verkehrsministeriums wird noch von einem Planfeststellungsbeschluss im vierten Quartal 2010 ausgegangen und der Baubeginn für 2011 angepeilt - diese Termine sind nicht zu halten.

Genau 560 Einwände gegen den Bau des Teilstückes haben die Experten derzeit auszuwerten, ein erster Erörterungstermin hat bereits stattgefunden. Es sei nicht auszuschließen, so Haase, dass eine partielle Überarbeitung beziehungsweise Neuauslegung von Plänen erforderlich sei. Die Probleme seien sehr vielschichtig, beispielsweise gehe es um Entwässerungskonzepte für betroffene Flächen. Auch Fragen des Lärmschutzes für die besonders betroffenen Dörfer Osterhorn und Westerhorn seien noch nicht geklärt, sagte Bernd Reimers, Vorsteher des Amtes Hörnerkirchen. Seines Wissens kommen die meisten Einwendungen allerdings aus dem Steinburger Bereich. Es sei ein nächster Erörterungstermin für diesen Winter, eventuell nächstes Frühjahr in Aussicht gestellt worden.

Der 9,3 Kilometer lange Bauabschnitt der A 20 reicht von der Landstraße 114 bei Bokel bis zum Autobahnkreuz mit der A 23 bei Hohenfelde im Kreis Steinburg. Vorgesehen ist eine Autobahnanschlussstelle bei Bokel, zwischen Westerhorn und Hohenfelde ist zudem die einseitig bewirtschaftete Raststätte "Glindesmoor" geplant. Insgesamt sollen 17 Brücken für Straßen und Wirtschaftswege sowie Biotopverbundflächen einschließlich vorhandener Gewässer gebaut werden, darunter auch eine Brücke über die Bahnstrecke Hamburg-Westerland.