Pinneberg
Kommentar

Kindergärten mit einbeziehen

Zum "Auffangprogramm" des Kreises für Problemkinder an Schulen gibt es keine Alternative.

Die Schulträger, in der Regel Städte und Gemeinden, können die Augen nicht länger vor der wachsenden Zahl an Problemkindern verschließen. Dass der Kreis, sprich Schulamt und Jugendhilfe, hier in einer konzertierten Aktion in die Offensive gehen, ist beispielhaft im Land. Es hat sich bewährt, dass mit Schulrat Dirk Janssen ein Sonderschulpädagoge, der auf viele Jahre Kooperation mit Jugendamt und Jugendhilfe zurückblicken kann, dafür verantwortlich zeichnet.

Die Ursache für die zunehmende Zahl an Problemkindern liegt jedoch woanders, wie die Abfrage des Kreises in den Kindergärten ergeben hat. Dort steigt die Zahl der Kinder mit emotio-sozialen Störungen gravierend an, vor allem in den städtischen Kitas. Dort sind es eben oft Problemfamilien, aus denen Problemkinder kommen. Zum Ende der Kindergartenzeit sind viele dieser Kinder noch nicht "schulreif" - doch eine Zurückstellung ist nicht mehr gewollt. Außerdem sind die Fördermöglichkeiten im Kindergartenbereich begrenzt - obwohl sie gerade dort am wichtigsten wären.

Damit die Hilfen des Kreises richtig greifen können, sollte die Kooperation von Schulamt und Jugendhilfe sowie den Kindergärten endlich ganzheitlich und nicht länger isoliert betrachtet werden.