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Die Stadt kann nicht gegen Stromtrasse klagen und gleichzeitig die Schule verlagern

Einige Aufgaben werden die Stadt Quickborn länger beschäftigen, so der Quickborner Jürgen Radowitz: Etwa der 2007 beschlossene Umzug der Goetheschule ins Schulzentrum Süd, der bis zum Jahr 2018 umgesetzt werden soll. Schon vor wenigen Jahren wurde die Grundsatzentscheidung angezweifelt, ohne nachhaltige Wirkung im Ausschuss. Jetzt wird die Verlagerung von der FDP erneut infrage gestellt – bisher erfolglos.

Es gibt nachvollziehbare Gründe für eine Verlagerung, aber auch gute Gründe dagegen. Eine Überprüfung mit dem Hinweis auf eine Entscheidung vor sechs Jahren zu versagen ist nicht nachvollziehbar. Allein durch die vermutlich nicht abwendbare Verstärkung der vorhandenen Stromtrasse auf 380.000 Volt sind neue Grundlagen geschaffen.

Die Stadt will wegen gesundheitlicher Beeinträchtigung der Bewohner und Schüler klagen, aber parallel eine Schule mit 200 Schülern unter anderem aus finanziellen Gründen ins Gefahrengebiet umsiedeln. Ein Schuss ins eigene Knie?

Die Ludwig-Schokolade hat den Betrieb eingestellt. Das Grundstück steht zur Disposition. Ein Sahnegrundstück. Verwaltung und Politiker hatten mit benachbarten Flächen eine zukunftsweisende Entwicklung für Wohnen und Gewerbe erarbeitet.

Doch die Planung wurde der Johanniter-Schule geopfert. Andere Grundstücke hatten die Johanniter abgelehnt. Also alle Wünsche wurden erfüllt. Dennoch lassen uns die Johanniter seit Jahren hängen und haben sich nun endgültig verabschiedet. Aber dadurch besteht die Chance, die alte Planung wieder aufleben zu lassen. Manchmal muss man zu seinem Glück gezwungen werden.