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Die Töchter der Ritter hatten im Kloster Wohnrecht

Am äußersten Ende seines Herrschaftsgebietes, dem „uterst End“, stiftete Heinrich II. von Barmstede 1234 das Kloster St. Maria. Die Priörin war verantwortlich für Klosterbesitz und die ihr anvertrauten Frauen. Ihr stand ein Probst zur Seite. 1555 wurde das Herrschaftsgebiet König Christian, dem III. von Dänemark reformiert, viele Klöster aufgegeben. Die von Itzehoe, Preetz, Schleswig und Uetersen wurden zu evangelischen Stiften umgewandelt für Töchter alteingesessener Adelsfamilien. Ein Ritter konnte seine Tochter ins Kloster einschreiben. War diese mit 16 Jahren noch ledig, hatte sie das Recht, ihren Klosterplatz zu beziehen, sobald einer durch Tod oder Heirat frei wurde. Die Damen bezogen Geld aus Klostereinnahmen. Heute nimmt keine ihr Wohnrecht mehr wahr.