Sport und Gesundheit

Fit in den Frühling – mit Hip-Hop und Salsa

| Lesedauer: 4 Minuten
Bianca Bödeker
„Es freut mich, wenn ich ein Lächeln im Spiegel sehe“, sagt Fitness-Trainerin Feline Burian.

„Es freut mich, wenn ich ein Lächeln im Spiegel sehe“, sagt Fitness-Trainerin Feline Burian.

Foto: BIANCA BOEDEKER / Bödeker

Schlaff aus dem Winter gekommen? Sie sind nicht allein! Abendblatt-Reporterin Bianca Bödeker hat einige Fitness-Kurse besucht.

Heute sage ich der Frühjahrsmüdigkeit den Tanz an. Zum „Dance-Fitness“ bin ich bei Feline Burian im Sport- und Fitness-Center des TuS Holstein Quickborn angemeldet. Tanzen für die Fitness mit dem Ziel, den Bewegungsapparat in Schwung zu bringen, die Muskulatur zu kräftigen, das Herz-Kreislauf-System anzukurbeln sowie Ausdauer und Koordination zu trainieren. Und jede Menge Spaß zu haben!

Getanzt wird zu lateinamerikanischer Musik, zu Hip-Hop und Dance-Klassikern. Mit mir am Start sind mehrere ambitionierte „Dancing-Queens“. Sonja Asmus bringt sich schon mal in Position. Bereits als junges Mädchen kam sie zur Jazzgymnastik in diesem Verein, sagt die 51-Jährige. Unterrichtete hier später selbst einige Jahre Judo für Kinder. „Als Quickbornerin gehört der TuS für mich zum Leben dazu“, sagt die dunkelhaarige Frau. Äußeres Erscheinungsbild: schlank und sportlich. Und das nicht ohne Grund. Mehrmals in der Woche trainiert Sonja Asmus beim TuS. Fitness-Dance liebt sie. „Ein echter Wohlfühlkurs.“ Der sei zwar anstrengend und bringe einen „tierisch aus der Puste“, mache aber Spaß – schon wegen seiner tollen Bewegungen. Und verbrennt, so lese ich später nach, bis zu 600 Kalorien pro Kurseinheit!

Zehn kurze Musikstücke mit wechselnden Choreografien

Feline Burian dreht den Beat auf. Die 27-Jährige ist ein echtes Energiebündel. „Kick Ball Change“ – los geht es mit dem Warm-up. In den kommenden 45 Minuten erwarten uns rund zehn kurze Musikstücke mit wechselnden Choreografien. Und Vollpower, versteht sich! „Ich möchte, dass die Teilnehmer:innen ins Schwitzen kommen und eine gute Zeit haben“, sagt die gebürtige Wedelerin, die ihre Ausbildung zur staatlich geprüften Lehrerin für Tanz und Tänzerische Gymnastik an der Hamburger Lola Rogge Schule absolviert hat. Seit 2020 gibt Feline hier im TuS freiberuflich Ballettunterricht und seit sechs Wochen nun auch Dance-Fitness-Kurse. Ja, sie habe einen tänzerischen Anspruch an den Kurs, jedoch nicht den Hang zur Perfektion der Tanzbegeisterten. Der Spaß solle im Vordergrund stehen. „Es freut mich, wenn ich ein Lächeln im Spiegel sehe.“

Manchmal machen Kopf und Beine, was sie wollen

Das sieht bei mir eher gequält aus. Nachdem ich zu Anfang der Choreografie gar leichtfüßig unterwegs war, bringt mich die Schrittfolge des Merengue nun komplett aus dem Konzept. Denn es gilbt viel zu beachten: Diese Musik- und Tanzrichtung, sie hat ihren Ursprung in der Dominikanischen Republik, zeichnet sich aus durch einen mäßigen bis sehr schnellen Rhythmus. Der Oberkörper bleibt ruhig und folgt dem Körper. Im Mittelpunkt stehen Fußtechnik und Hüftschwung. Das Tempo ist schnell – die Drehungen werden jedoch langsam ausgeführt. Das alles versuche ich zu koordinieren – doch Kopf und Beine machen, was sie wollen. Ganz schön heiß ist mir mittlerweile auch… Zu Jan Delays „Oh Jonny“ geht’s weiter mit funky angehauchten Bewegungen. Den Abschluss bildet eine Salsa, sie hat als Musik- und Tanzrichtung ihren Ursprung im Nord- und Mittelamerika der 60er-Jahre. Hier geht’s etwas gemächlicher zu. Im Mittelpunkt stehen die fließenden sexy Hüftbewegungen. Wir geben alles! Und sehen im Spiegel gar nicht so schlecht aus. Mein Schalter im Kopf hat sich umgelegt: Die Musik treibt mich an wie von selbst.

Cool-down und Dehnung zum Schluss – um die Herz-Kreislauf-Aktivität und Herzschlagfrequenz zu senken, die Muskulatur zu regenerieren und zu entspannen. Und schon sind die 45 Minuten rum. Ich bin erschöpft aber glücklich. Und voll motiviert. Tolle Beats, tolle Moves, tolle Stimmung. Chapeau, Feline Burian!

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