Norderstedt
Fussball

Ein Strohfeuer genügt nicht für den SV Henstedt-Ulzburg

Hier kann Malin Hegeler, 21, Zweite von rechts, einen Schuss der zweifachen Potsdamer Torschützin Dorothea Greulich abblocken

Hier kann Malin Hegeler, 21, Zweite von rechts, einen Schuss der zweifachen Potsdamer Torschützin Dorothea Greulich abblocken

Foto: Thomas Maibom

Zweitliga-Fußballfrauen unterliegen dem FFC Turbine Potsdam II mit 0:5 (0:2). Das Team von Coach Tobias Homp überzeugt nur phasenweise.

Henstedt-Ulzburg.  Nur ein kleines Zwischenhoch im Verlauf einer Partie ist in der 2. Fußball-Bundesliga einfach nicht genug, um in der Tabelle Ambitionen auf einen höheren Platz als im unteren Mittelfeld anzumelden. Diese Erkenntnis haben die Frauen des SV Henstedt-Ulzburg aus ihrem Heimspiel gegen das zweite Team des FFC Turbine Potsdam gezogen.

Bei der letztlich überdeutlichen 0:5 (0:2)-Pleite gegen den bisherigen Tabellennachbarn auf dem ungewohnten und sehr holprigen Geläuf des Beckersbergstadions konnte die Mannschaft von Trainer Tobias Homp nur zwischen der 25. und 65. Minute überzeugen, hätte da aber sehr wohl den Ehrentreffer erzählen können.

Bis zu besagter 25. Minute, als SVHU-Keeperin Bianca Weech einen von Dorothea Greulich nach rechts getretenen Foulelfmeter mit den Beinen abwehrte und so den Hattrick der zuvor schon zweimal erfolgreichen FFC-Scorerin vereitelte, war im Spiel der Henstedt-Ulzburgerinnen wenig Ordnung zu entdecken. Schmerzlich wurden die beiden Kreativköpfe Christine Schoknecht und Maria Marrocu auf der „Doppel-Sechs“ im Mittelfeld vermisst. Während Marrocu einem Infekt Tribut zollen musste, hatte sich „Schoki“ im Training auf dem Nebenplatz am Schäferkampsweg einen Bänderriss im rechten Sprunggelenk zugezogen.

„Wir fanden einfach nicht ins Spiel, haben es versäumt, in der Abwehr die Räume eng zu machen“, sagte Tobias Homp. „Die schlechten Bodenverhältnisse haben gewiss auch, aber nicht allein dazu beigetragen, dass wir uns in dieser Anfangsphase sehr viele Fehlpässe geleistet haben.“

Dazu kamen weitere Unaufmerksamkeiten wie beim Eckball vor Greulichs Führungstreffer, als in der Abwehr schlichtweg die Zuordnung fehlte (17.). Beim 0:2 (21.) stand die Potsdamer Stürmerin goldrichtig, als Bianca Weech einen Schuss aus halbrechter Position nur abklatschen konnte.

„Aber mit Weechies gehaltenem Elfmeter haben wir uns dann gänzlich anders präsentiert“, sagte Tobias Homp. Von da an hatte seine Elf auch Zug Richtung Tor, verteidigte konsequenter und war drauf und dran, den Anschlusstreffer zu schaffen. „Da haben wir in der Tat Glück gehabt, dass der SVHU nicht das 1:2 geschossen hat; die Partie hätte sich sonst ganz anders entwickeln können“, bestätigte auch FFC-Trainer Thomas Kandler.

Doch aller Aufwind war dahin, als Jenny Hipp (70.) einen weiteren Abwehrpatzer der SVHU-Frauen humorlos aus 16 Metern abschloss. Homp: „Dass wir dann noch zwei Tore kassiert haben, spiegelt aber nicht die wahren Kräfteverhältnisse wider. Unser Spiel nach Wiederanpfiff war wirklich gut.“

Tore: 0:1, 0:2 Dorothea Greulich (17., 21.), 0:3 Jenny Hipp (69.), 0:4 Laura Lindner (83.), 0:5 Aline Reinkober (87.).
SV Henstedt-Ulzburg: Weech – Michel, Hegeler, Einfeldt, Schmitt (39. Hege) – Morich, Danner
(70. Lux), Stöckmann, Hille – Homp, Witt.
Verbleibende Partien des SV Henstedt-Ulzburg (Spielbeginn immer um 14 Uhr)
20. März: FSV Gütersloh (A), 28. März: BV Cloppenburg (H), 17. April: 1. FC Lübars (H), 24. April: MSV Duisburg (A), 1. Mai: Holstein Kiel (H), 8. Mai: Herforder SV (A), 15. Mai: SV Meppen (H).