Norderstedt
Handball

„Frogs“ starten zu Hause gegen den Tabellendritten

SVHU-Rückraumspieler Florian Bitterlich (31, hier im DHB-Pokalspiel gegen den SC Magdeburg) laboriert zwar in dieser Saison fast permanent an Blessuren, aber der Routinier und Abwehrspezi beißt immer wieder die Zähne zusammen und stellt sich in den Dienst der Mannschaft

SVHU-Rückraumspieler Florian Bitterlich (31, hier im DHB-Pokalspiel gegen den SC Magdeburg) laboriert zwar in dieser Saison fast permanent an Blessuren, aber der Routinier und Abwehrspezi beißt immer wieder die Zähne zusammen und stellt sich in den Dienst der Mannschaft

Foto: Ulrich Stückler

Zweitliga-Handballer des SV Henstedt-Ulzburg spekulieren gegen HSC 2000 Coburg auf Außenseiterchance. Bislang gab es drei Niederlagen.

Henstedt-Ulzburg.  Jetzt ist Schluss mit reden und trainieren; von heute an zählt wieder (fast) nur der Sport. An diesem Sonnabend endet für die Zweitliga-Handballer des SV Hen­stedt-Ulzburg die sechswöchige Punktspielpause, in die sie am 26. Dezember mit einer 24:30-Niederlage beim ASV Hamm-Westfalen gestartet waren.

Nach langen Diskussionen um die geplante Spielgemeinschaft mit dem HSV Norderstedt, die nach Bekunden des Hauptvereins und der „Frogs“-Geschäftsführung letzte finanzielle Rettung für das angeschlagene Handball-Flaggschiff der Region ist, und der erfolgreichen Abstimmung darüber am vergangenen Dienstag, geht es nun zumindest für die Mannschaft des Trainerduos Amen Gafsi und Matthias Karbowski zurück zur Tagesordnung.

Doch der erste Gegner ist alles Andere als alltäglich. Um 19 Uhr gibt der Ligadritte und Aufstiegs-Mitfavorit HSC 2000 Coburg seine Visitenkarte in der Halle des Schulzentrums Maurepasstraße ab. Ein Kontrahent, mit dem die „Frogs“ als Tabellen-18. auf dem ersten Abstiegsplatz liegend keine positiven Erinnerungen verbinden. „Auf Coburg sind wir bislang dreimal in der 2. Bundesliga gestoßen, und dreimal haben wir mehr oder weniger deutliche Niederlagen kassiert“, sagte Teammanager Joachim Jakstat. „Und rein von der Papierform her haben wir eigentlich auch jetzt keine realistische Chance; andererseits wissen wir – aber auch unsere Gegner –, dass wir jederzeit zu einem großartigen Spiel fähig sind.“

Aber obwohl die Coaches im Match gegen den Tabellendritten bis auf die Langzeit-Knieverletzten Karl Saint-Prix, der sich im vorsichtigen Aufbautraining befindet, und Keeper Jan Peveling (nach Kreuzband-OP bis Saisonende außer Gefecht) ihren kompletten Kader einsetzen können, ist es dennoch nicht einfach, das eigene Leistungsvermögen einzuschätzen.

„Für unseren Vorbereitungsrhythmus war am vergangenen Wochenende ein Testspiel gegen einen hochklassigen Gegner fest eingeplant“, so Teammanager Jakstat, der für diesem Zweck einen Vergleich gegen den dänischen Zweitligisten TM Tøndern im Kalender stehen hatte. „Leider konnten wir die relativ kurzfristige Absage unserer dänischen Freunde nicht mehr kompensieren. Insofern wissen wir zwei Wochen nach unserem letzten Test gegen den DHK Flensborg, der zudem eher durchwachsen verlaufen ist, nicht, wo wir nun eigentlich sportlich stehen.“

Zumindest mental wähnt Trainer Matthias Karbowski seine Männer auf dem rechten Weg. „Ich registriere so etwas wie eine freudige, konstruktive Ruhe. Die Jungs sind einfach froh, dass es nun endlich wieder um etwas geht“, so Karbowski, den auch die bisherigen drei Ligapleiten gegen die Gäste aus Oberfranken nicht weiter irritieren. „Unsere allererste Partie gegen den HSC haben wir zum Auftakt der letzten Serie bestritten. Und selbst bei dem 22:28 habe ich wie auch bei den folgenden und knapperen Niederlagen nie die Halle mit einem wirklich schlechten Gefühl verlassen. Da ging immer was, warum also nicht dieses Mal?“