Norderstedt
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Wahlstedter Derby bietet starkes Tennis

Zum Regionalliga-Auftakt besiegt das erste Damenteam des TC Rot-Weiss die „Zwote“ mit 4:2. Landesliga-Herren des TC Garstedt spielen nur 3:3

Norderstedt. Noch sind nicht alle Senioren-Winterpunktrunden 2014/2015 der höheren Tennis-Ligen beendet, dennoch greifen jetzt auch schon vier Mannschaften der offenen Altersklasse aus dem Kreis Segeberg ins Spielgeschehen von Regional-, Nord- und Landesliga ein.

Zum Auftakt der Regionalliga Nord-Ost der Damen gab es – wie in diesen Fällen bei zwei Mannschaften eines Clubs in derselben Staffel üblich – das vereinsinterne Duell zwischen den beiden Teams des TC Rot-Weiss Wahlstedt. Wenig überraschend setzte sich dabei die nominell erste Garde des TCRW mit 4:2 gegen die „Zwote“ durch.

Dabei hatte Lydia Steinbach als Mannschaftsführerin des Siegers nur bedingt zuversichtlich der Begegnung entgegengesehen. „So, wie wir aufgestellt haben, war ein deutlicher Sieg nicht zu erwarten gewesen“, sagte die 34-Jährige, die gegen ihre 18 Jahre jüngere Clubkameradin Sophia Intert mit 4:6, 6:2, 6:10 als Einzige im Siegerteam ihr Einzel abgegeben hatte. „Suppi hat konstant gut gespielt. Ich hingegen hatte einen grauenhaften ersten Satz und mein Aufschlag kam überhaupt nicht“, fasste Steinbach ihr Match zusammen.

Ihre Pflichtspielpremiere beim ersten Team des TC Rot-Weiss Wahlstedt feierte Jennifer Wacker in der Spitzenpartie gegen Kimberley Körner. Die 18-jährige aus Celle, die zuletzt beim Club zur Vahr in Bremen aktiv war, siegte in zwei Sätzen mit 6:2, 7:5.

Im dritten Einzel ließ Celine Kirst der aufopferungsvoll kämpfenden Merle Vagt beim 6:3, 6:3 keine Chance. „Celine hat teilweise unfassbare Bälle gespielt“, zollte Lydia Steinbach ihrer jungen Teamkameradin Respekt. Hannah Schöber legte im vierten Einzel einen schnörkellosen Auftritt hin und fuhr gegen Vivian Heinzeroth einen 6:1, 6:3-Sieg ein.

Zu ihrem zweiten Sieg kam die „Zwote“ durch das Doppel mit Kimberley Körner und Mannschaftsführerin Katharina Brown, das Wacker/Kirst in drei Sätzen niederrang. Steinbach/Schöber zeigten hingegen dem Duo Intert/Vagt beim 6:1, 6:2 die Grenzen auf.

Eine Klasse tiefer in der Nordliga legten die Damen des TC an der Schirnau einen Traumstart hin und deklassierten Gastgeber TSV Glinde mit 6:0.

Allein Mannschafts-„Küken“ Tizia Brocks, 15, musste im dritten Einzel gegen ihre zehn Jahre ältere und erfahrenere Gegnerin Agatha Zmijak als einzige Schirnauerin in den Champions-Tiebreak. Topspielerin Julia Paetow, Celine Brocks und Christin Potsch gaben bei ihren Zweisatzerfolgen insgesamt nur 17 Spiele ab. In den Doppeln blieb es erneut Tizia Brocks vorbehalten, an der Seite von Potsch beim 6:0, 4:6, 10:5 über Zmijak/Hanna Röder für die spannendere Partie zu sorgen.

Die Herren des Tennisclubs Garstedt hatten sich ihren Auftakt in der Landesliga etwas anders vorgestellt. Gegen den Flensburger TC reichte es nur zum 3:3. Damit waren die Garstedter noch gut bedient, denn nach zwei Einzeln lagen Lennart Samuelsen, Nico Hillgruber, Bennet Krause und Dario Zdravkovic sogar schon mit 0:2 zurück. „Heute sind ein paar Dinge zusammengekommen, die uns den Sieg gekostet haben“, sagte Mannschaftsführer Nico Hillgruber.

Zum Einen fehlte mit Vincent Böhnke die Nummer eins im Team, sodass alle anderen Teammitglieder aufrücken mussten. Hinzu kam Pech im Spiel. „Wir haben zwei Partien ganz knapp in den Match-Tiebreaks verloren“, sagte Hillgruber. Er selbst unterlag dem Flensburger Johannes Kloster mit 7:10 im dritten Durchgang und verlor an der Seite von Dario Zdravkovic auch das Doppel mit 9:11 in Runde drei. Zählbares brachten nur Lennart Samuelsen, Bennet Krause und das Doppel Samuelsen/Krause zustande.

Doch am Boden zerstört sind die Garstedter, die in der Hallenspielzeit in neuen Trikots – gesponsert von der Firma Alno-Tex – auflaufen, nicht. „Wir sind momentan in einer Übergangsphase. Da wir in der Hallenrunde nicht ein einziges Mal in Bestbesetzung antreten können, ist für uns eigentlich nur der Klassenerhalt wichtig. Was im Sommer ist, sehen wir dann, wenn es soweit ist. Damit haben wir uns noch gar nicht beschäftigt.“