Umwelt

Stadt Norderstedt warnt vor Eichenprozessionsspinnern

Eichenprozessionsspinner in ihrem Nest auf einem Baum.

Eichenprozessionsspinner in ihrem Nest auf einem Baum.

Foto: Lisa Ducret / dpa

Die Raupe ist ist auch gefährlich für Menschen. Wo sie sich ausbreitet und was zu tun ist, wenn betroffene Bäume entdeckt werden.

Norderstedt.  Expertinnen und Experten des Betriebsamtes der Stadt Norderstedt haben in den vergangenen Tagen entdeckt, dass in Norderstedt eine Reihe von Bäumen durch Eichenprozessionsspinner befallen sind. Beim Eichenprozessionsspinner handelt es sich um einen Pflanzenschädling. Die Raupen des Nachtfalters entwickeln feine Brennhaare, von denen eine Gesundheitsgefährdung für Menschen und Tiere ausgehen kann.

Die Umgebung der betroffenen Bäume sollte weiträumig gemieden werden. Wer eine vom Eichenprozessionsspinner befallene Eiche entdeckt, sollte umgehend das Betriebsamt unter der Rufnummer 040/523 062 129 verständigen.

Die Raupen des Schädlings schlüpfen im Mai und bilden am Stamm und an Ästen sogenannte Gespinstnester, von denen aus sie in langen Prozessionen, die der Art ihren Namen bescheren, zum Fressen zu Knospen und Blättern ziehen. Der Eichenprozessionsspinner befällt ausschließlich Eichen.

Bekämpfung durch nur von Spezialisten durchgeführt werden

Die Bekämpfung der Schädlinge, vor allem die Beseitigung der Gespinstnester, darf nur von Spezialisten unter Atemschutz vorgenommen werden. So wird eine Fachfirma an einer Pferdekoppel am Tangstedter Forst zehn Eichen von Nestern und Raupen befreien. Die Kosten einer solchen Aktion trägt der jeweilige Eigentümer der Flächen. Auch von bereits von den Insekten verlassenen Nestern geht noch eine mögliche Gefahr aus. Wer mit den Raupen oder Gespinstnestern in Berührung gekommen ist, sollte umgehend seine Kleider wechseln (und waschen), duschen und seine Haare waschen.

Die meisten befallenen Bäume sind bislang im Norderstedter Stadtteil Glashütte entdeckt worden. Die Stadt hat an einigen Stellen bereits provisorische Warnschilder aufgestellt. Besonderes Augenmerk bei der weiteren, umfangreichen Absuche durch das Betriebsamt gilt neuralgischen Bereichen rund um Schulen und Kitas. Die Stadt wird sich zu diesem Thema auch mit dem Kreis und dem Land abstimmen.

( HA )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Norderstedt