Brauchtum

Osterfeuer bleiben dieses Jahr auf Sparflamme

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Menschenmassen beim Osterfeuer am Norderstedter Deckerberg im Jahr 2010 – seit Covid-19 nicht mehr vorstellbar

Menschenmassen beim Osterfeuer am Norderstedter Deckerberg im Jahr 2010 – seit Covid-19 nicht mehr vorstellbar

Foto: Andreas Burgmayer

Das Abbrennen muss in Norderstedt bis zum 31. März angemeldet werden – Was sonst noch alles zu beachten ist.

Norderstedt. Am Wochenende vom 3. bis 5. April ist Ostern. Bei dem Fest werden traditionell viele Osterfeuer entzündet - vor allem am Ostersonnabend. Die gute Nachricht: Nachdem die Osterfeuer voriges Jahr wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden mussten, dürfen sie in Norderstedt diesmal in begrenztem Rahmen wieder stattfinden.

Die typischen großen Osterfeuer der vergangenen Jahre mit viel Publikum wird es aber auch diesmal nicht geben. Die Stadt Norderstedt, Fachbereich Allgemeine Ordnungsaufgaben, weist darauf hin, dass das Abbrennen von Osterfeuern nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt ist. Zudem müssen alle Osterfeuer rechtzeitig bei der Stadtverwaltung angemeldet werden. Das ist vor allem wichtig, damit Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte in Norderstedt einen Überblick über die Osterfeuer vor Ort bekommen – und gegebenenfalls bei Rettungseinsätzen schnell am Einsatzort sein können.

Welche Einschränkungen für die Osterfeuer gelten

Wer Osterfeuer abbrennt, muss die Verordnung der Stadt Norderstedt über die Benutzung von Feuer und brandgefährlichen Geräten im Freien zwingend beachten. Dazu gehört, dass nur natürliches, unbehandeltes, trockenes Holz und in sehr begrenztem Maße gut durchgetrockneter Strauchschnitt verbrannt werden dürfen. Ansonsten gelten die Sicherheitsvorschriften für offenes Feuer. Die Verordnung ist im Internet, www.norderstedt.de unter Bürgerinfo/Suchbegriff „Feuer machen“ zu finden.

Zudem sind alle, die Osterfeuer machen wollen, gehalten, die Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus zu beachten. Dazu gehören Kontaktbeschränkungen - aktuell dürfen sich höchstens fünf Personen aus zwei Haushalten plus Kinder treffen.

Auch kleine Osterfeuer sollten angemeldet werden

Wer Ostern im eigenen Garten Feuer machen will – und sei es auch nur in der Feuerschale – ist ebenfalls gut beraten, dies anzumelden. ,,Der reinen Lehre nach müssen Sie Ostern jedes Feuer anmelden“, betont Stadtsprecher Olaf Struppek. Gleiches gilt auch in Kleingartenanlagen. ,,Kleine Feuer in Kleingärten sind zwar grundsätzlich erlaubt und nicht genehmigungspflichtig“, sagt Thomas Kleinworth, Geschäftsführer und Fachberater des Landesverbandes der Gartenfreunde Schleswig-Holstein. ,,Ostern sieht es anders aus. Dann ist auch ein Feuer im Kleingarten ein Osterfeuer und muss angemeldet werden.“

Brandbeschleuniger sind strikt verboten. ,,Bei Reinbek in Stormarn hat ein Kleingärtner kürzlich versucht, zwei Kubikmeter frischen Strauchschnitt mit Dieselkraftstoff zu entfachen“, berichtet Kleinworth. ,,Das geht natürlich gar nicht!“ Polizei und Feuerwehr rückten an, der Gartenbesitzer wurde zur Rechenschaft gezogen und muss die Kosten für den Feuerwehreinsatz tragen.

Die Anmeldung erfolgt bis 31. März per E-Mail (ordnungsamt@norderstedt.de) oder Briefpost an: Rathaus Norderstedt, Fachbereich Allgemeine Ordnungsaufgaben (Zimmer 109), Rathausallee 50 in 22846 Norderstedt.

( JR )

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