Kreis Segeberg

CDU will den Bau der A 20 beschleunigen

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Der CDU-Wirtschaftsrat Martin Henze.

Der CDU-Wirtschaftsrat Martin Henze.

Foto: Burkhard Fuchs / fuchs

CDU-Wirtschaftsrat fordert öffentlich-private Partnerschaft für Projekt. Kommunen und Umweltverbände halten mit Klagen A 20 auf.

Kreis Segeberg.  Die Planer der A 20 sollten sich ein Beispiel bei den Kollegen auf der A 7 nehmen, fordert der Wirtschaftsrat der CDU. Die Autobahn 7 wurde von Hamburg bis Bordesholm innerhalb von vier Jahren nahezu pünktlich fertiggestellt. Während der Ausbau der A 20 stockt.

„Wir brauchen diese Straße“, sagt Martin Henze, der auch für den Kreis Segeberg zuständige Vorsitzende für den Bereich Transport, Infrastruktur und Mobilität beim CDU-Wirtschaftsrat. Für die A 20 fordert das Gremium deswegen ein Öffentlich-Privates Partnerschaftsmodell (ÖPP) – so wie bei der A 7, wo die Projektgesellschaft Deges des Bundes mit dem Hochtief-Konsortium Via Solutions Nord zusammenarbeitet. „Sobald für die A 20 eine Trasse fertig geplant und somit verfügbar ist, sollte diese baulich umgesetzt werden.“

Klagen verzögern den Bau der A20

Zurzeit kommt der Bau der A 20 nicht voran. Kommunen und Umweltverbände haben mit ihren Klagen den Weiterbau bei Bad Segeberg in Richtung Bad Bramstedt an der A 7 gestoppt. Doch die weiteren Bauabschnitte zwischen der A 23 und Glückstadt, wo ein Tunnel gebaut werden soll, seien bald baureif zu Ende geplant, sagt Henze. Sobald das geschehen sei, sollte schnell mit dem Straßenbau begonnen werden. Mit diesem „Verfügbarkeitsmodell“ könnte nach seiner Berechnung die A 20 einschließlich des Elbtunnels bis 2028 fertiggestellt sein – zwei Jahre früher, als es die Deges zurzeit angibt. „In Mecklenburg-Vorpommern dauerte es sechs Jahre, um 250 Kilometer A 20 zu bauen.“ Der Vorteil des Straßenbaus in Öffentlich-Privater Partnerschaft sei zum einen der feste Fertigstellungstermin, den es bei Vertragsstrafe einzuhalten gelte. Zum anderen realisiere das Bauunternehmen die Straße „schlüsselfertig“ und garantiere dann für 30 Jahre die Wartung.

Von einer Neuplanung der Trassenführung, wie es einige Umweltverbände vorschlügen, hält Henze gar nichts. So hatte Nic Pohlmann aus Kaltenkirchen von der Initiative A-20-Nordbogen vorgeschlagen, die Autobahn nicht entlang der Bundesstraße 206, sondern nördlich an der B 205 über Neumünster zur A 7 zu führen. Henze: „Das würde uns weitere 16 Jahre unnötige Planungszeit kosten. Das kann keiner wollen.“

Auch die Baukosten von inzwischen vier Milliarden Euro für die A 20, inklusive Elbtunnel, stelle keineswegs das Verkehrsprojekt in Frage. Laut Henze sei die A 20 das zentrale Zukunftsprojekt für die Wettbewerbsfähigkeit des Landes und die Märkte von morgen.

( bf )

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