Landratswahl in Segeberg

Breite Mehrheit für Jan Peter Schröder steht

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Jan Peter Schröder ist seit 2014 Landrat in Segeberg – und wird es wohl auch bleiben.

Jan Peter Schröder ist seit 2014 Landrat in Segeberg – und wird es wohl auch bleiben.

Foto: HA

Auch die CDU-Fraktion will den amtierenden parteilosen Segeberger Landrat am 12. März wählen.

Kreis Segeberg.  Der neue Landrat des Kreises Segeberg wird aller Voraussicht nach wieder Jan Peter Schröder heißen. Der parteilose Chef der Segeberger Kreisverwaltung stellt sich zur Wiederwahl und kann auf eine breite Mehrheit hoffen: Nachdem sich am Montag auch die CDU-Fraktion auf eine Wiederwahl Schröders geeinigt hat, haben weitere Bewerber offensichtlich keine Chance. Der Kreistag tritt am Donnerstag, 12. März, zur Landratswahl zusammen.

Lange Zeit musste Jan Peter Schröder, der 2014 als Nachfolger von Jutta Hartwieg zum Landrat gewählt worden war, um seine Wiederwahl bangen. Denn mit der parteilosen Lübecker Kultursenatorin Kathrin Weiher hatte sich eine Bewerberin gemeldet, die zumindest bei Teilen der CDU-Fraktion Unterstützung fand. Sie soll, so war aus CDU-Kreisen zu hören, bei ihren Vorstellungsgesprächen „sehr beeindruckend“ gewesen sein. Sie zog ihre Bewerbung allerdings im Februar zurück, um zu verhindern, dass sie mit Unterstützung der fünf AfD-Abgeordneten im Segeberger Kreistag gewählt wird. Dem amtierenden Landrat Schröder hatte die CDU unter anderem mangelnde Gesprächsbereitschaft und eine zögerliche Umsetzung von Kreistags-Beschlüssen vorgeworfen.

Nachdem sich SPD (13 Abgeordnete), Grüne (9), FDP (5), Linke (2) und Freie Wähler (2) bereits auf eine Wiederwahl Schröders festgelegt hatten, zog jetzt auch die 23-köpfige CDU-Fraktion nach. „Mit den Stimmen der CDU ist der Landrat nicht auf die Zustimmung von AfD und Linke angewiesen“, sagt Pressesprecher Uwe Voss. „Die Entscheidung wertet die CDU-Fraktion als deutliches und positives Signal für einen Neuanfang und das Angebot an den Landrat für eine künftig engere Zusammenarbeit mit der stärksten Fraktion.“

Insgesamt hatten sich zehn Bewerber für den Posten des Landrats gemeldet. Neben Jan Peter Schröder ist noch Volkmar Bauer, Wirtschaftsförderer der Thüringischen Landeshauptstadt Erfurt, im Rennen. Bauer hatte bereits 2015 einen vergeblichen Anlauf genommen, Landrat des Kreises Ostholstein zu werden. Angesichts der politischen Konstellation und der Absichtserklärungen zugunsten Schröders dürfte der Erfurter bei der Landratswahl allerdings keine Chance haben.

Der Landrat wird am Donnerstag, 12. März, während einer öffentlichen Kreistagssitzung gewählt. Beginn: 18 Uhr im Sitzungssaal des Kreistages, Hamburger Straße 30 in Bad Segeberg. Wer die Wahl verfolgen möchte, muss allerdings Zeit haben und Geduld aufbringen: Zunächst wird die Tagesordnung mit öffentlichen und einigen nicht öffentlichen Punkten abgehandelt, bevor es am späteren Abend unter Tagesordnungspunkt 20 zur Wahl kommt.

( kn )

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