Silvester im Kreis Segeberg

Brennende Hecken und eine Handgranaten-Attrappe

| Lesedauer: 2 Minuten
Die Silvesternacht im Kreis Segeberg war für Polizei und Feuerwehr unruhig (Symbolfoto).

Die Silvesternacht im Kreis Segeberg war für Polizei und Feuerwehr unruhig (Symbolfoto).

Foto: dpa Picture-Alliance / Tino Plunert / picture alliance/dpa

Feuerwehr und Polizei im Kreis Segeberg hatten eine unruhige Silvesternacht: Sie mussten zu mehr als Hundert Einsätzen ausrücken.

Kreis Segeberg.  Die Feuerwehren im Kreis Segeberg sprechen von einer unruhigen Silvesternacht. „In der Zeit von 17 bis 4.30 Uhr mussten die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren zu 35 Einsätzen ausrücken“, sagte der Sprecher des Kreisfeuerwehrverbandes, Sönke Möller. Die Feuerwehr verzeichnete drei größere Einsätze.

Aus noch ungeklärter Ursache brach in Kaltenkirchen an der Straße Im Grunde in einem Wohncontainer ein Brand aus. Die Feuerwehr rettete einen 39-jährigen Mann, der schlafend in dem Container lag und sich bei dem Feuer Verletzungen zugezogen hatte. Ein Notarzt und die Besatzung eines Rettungswagens behandelten den Verletzten, bevor er in ein Hamburger Krankenhaus gefahren wurde. Die Polizei vermutet fahrlässige Brandstiftung als Unglücksursache.

Um 22.19 Uhr meldeten Anwohner in Itzstedt einen Brand in einer Garage. Als die Wehren aus Itzstedt, Nahe und Kayhude eintrafen, stand das Gebäude vollständig in Flammen. Die Löscharbeiten dauerten mehr als eine Stunde.

Um 1 Uhr alarmierte die Rettungsleiststelle Norderstedt die Wehren aus Seth, Itzstedt, Nahe, Kayhude und Oering. An einem Einfamilienhaus in Seth war ein Müllbehälter zwischen Garage und Wohngebäude in Brand geraten. Das Feuer schlug auf das Dach über. „Durch das schnelle Eingreifen der Kräfte vor Ort konnte ein größerer Schaden verhindert werden“, sagte Feuerwehrsprecher Möller. Die Polizei geht von einem Schaden in fünfstelliger Höhe aus.

Feuer auf dem Balkon entpuppte sich als Grillparty

n Norderstedt meldete die Feuerwehr eine vergleichsweise ruhige Nacht. Stadtwehrführer Fabian Wachtel berichtet von Bagatelleinsätzen. Dazu zählten brennende Hecken, Mülleimer und Unrat, der in Flammen stand. Um 20.16 Uhr wurde die Feuerwehr wegen eines Brandes zur Straße In der Großen Heide gerufen. Dort stellten die Einsatzkräfte fest, dass auf einem Balkon gegrillt wurde.

In einem anderen Fall hatte in einem Betrieb die Brandmeldeanlage ausgelöst. Vor Ort stellte sich heraus, dass die Lüftung Rauch ins Gebäude gezogen hatte. Die Freiwilligen Feuerwehren Fried­richsgabe und Garstedt stellten mit 86 ehrenamtlichen Einsatzkräften die Silvesterbereitschaft.

Die Polizei im Kreis Segeberg verzeichnete in der Silvesternacht 100 Einsätzen ein ähnliches Aufkommen wie in den Vorjahren. „Einsatzanlässe waren überwiegend alkoholbedingte Streitigkeiten und Körperverletzungen sowie Sachbeschädigungen und Brände“, sagte eine Polizeisprecherin.

Die Polizei in Norderstedt hatte es mit einem aggressiven und renitenten Mann zu tun. Der 33-Jährige hatte an der Müllerstraße mit Fäusten gegen Türen und Fenster des Nachbarhauses geschlagen und gedroht, die Bewohnerin umzubringen. Er zeigte ihr die Attrappe einer Handgranate. Polizisten überwältigten den Norderstedter in seiner Wohnung und sperrten ihn in eine Gewahrsamszelle.

( tz )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Norderstedt