Norderstedt

"JahresAusklänge": Die Briten musikalisch verabschiedet

Mit  Musik von der Insel verabschiedet das Symphonische Blasorchester Norderstedt die Briten aus der EU.

Mit Musik von der Insel verabschiedet das Symphonische Blasorchester Norderstedt die Briten aus der EU.

Foto: Heike Linde-Lembke

Das Symphonische Blasorchester Norderstedt widmete sich beim Heimspiel in der „TriBühne“ zum Jahresende dem Brexit,

Norderstedt.  Bye, bye, Großbritannien Zum Abschied aus der EU widmete das Symphonische Blasorchester das Konzert „JahresAusklänge“ in der „TriBühne“ dem scheidenden Königreich. Unter der Leitung des neuen Dirigenten Dominik Fakler bescherte das Semiprofi-Orchester dem Publikum im ausverkauften Saal, darunter Stadtpräsidentin Kathrin Oehme, Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder und die CDU-Landtagsabgeordnete Katja Rathje-Hoffmann, einen bunten Querschnitt durch die Silvester- und Neujahrsmusik mit Schwerpunkt auf Literatur für Bläser-Ensembles.

Dominik Fakler dirigierte flott und genau

Die Fledermaus-Ouvertüre von Johann Strauß mutete da wie ein Exot an, denn die an sich schon vertrackte Komposition ist aufgrund ihrer hohen Streicherbesetzung im Original für Bläser nur schwer spielbar – auch für das Symphonische Blasorchester. Very British erklang „The Earl of Oxford’s March“. Zu den behäbigen Klängen ließ das Orchester per Video eine Garde auf der Bühnenleinwand aufmarschieren. Moderator Daniel Frühwirth verabschiedete 2019 als „wildes Jahr mit abstrusen Dingen wie Donald Trump, den gibt es wirklich!“. Und auch „das Ding mit dem Brexit möchte man am liebsten ausblenden“, während die Musiker schon mal die Sektkorken knallen ließen und sich Faschingshüte aufsetzten. Mit der „English Folk Song Suite“ von Ralph Vaugham Williams spielte das Orchester unter der genauen Leitung von Dominik Fakler flott und sicher einen britischen Ohrwurm.

Bestens kam „The Floral Dance“ von Katie Moss über die Rampe, ein ideales Stück für Bläser, gefolgt von der „Bohémian Rhapsodie“ von Freddy Mercury, einer schwungvoll gespielten Hymne auf James Bond, einem Beatles-Medley und Edvard Elgars berühmtem „Pomp and Circumstance“. Als dritte und letzte Zugabe gab’s wieder den Silvester-Kracher schlechthin, den Radetzky-Marsch.

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