Norderstedt
Baupolitik

Norderstedts Bündnis für Wohnen ist geplatzt

Die Sozialwohnungsquote hat Streit in Norderstedt entfacht (Symbolbild).

Die Sozialwohnungsquote hat Streit in Norderstedt entfacht (Symbolbild).

Foto: Christian Charisius / dpa

Wohnungswirtschaft kündigt Bündnis nach Beschluss der Stadtvertretung zu sozialem Wohnungsbau auf.

Norderstedt. Das Bündnis für Wohnen in der Stadt Norderstedt ist geplatzt: Nachdem die Stadtvertretung am Dienstag eine 50-Prozent-Quote für sozialen Wohnungsbau bei allen Neubauten beschlossen hat, haben die Verbände der Wohnungswirtschaft das Bündnis am Mittwoch aufgekündigt.

In einem gemeinsamen Schreiben werfen der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) und der BFW-Landesverband Nord den Politikern vor, eine "nicht abgestimmte und einseitige Entscheidung" getroffen zu haben, nach der es "keine Geschäftsgrundlage für vertrauensvolle und Verhandlungen auf Augenhöhe" mehr gäbe, so Andreas Breitner (VNW) und Verena Herfort (BFW).

Die Verbände hatten die anstehende Entscheidung bereits im Vorhinein harsch kritisiert und ein mögliches Ende des Bündnisses angedroht, sollte der gemeinsam von CDU, SPD, Grünen und Linke gestellte Antrag angenommen werden.