Norderstedt
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Ausbildung oder Studium – Was kommt nach der Schule?

Anica Boldt von Toolport hat Pauline Herzbach auf der Norderstedter Jobtour im vergangenen Jahr als Azubi gewonnen. Anja Neumüller ist Projektleiterin der Veranstaltung für Firmen und Schulabgänger (von links).

Anica Boldt von Toolport hat Pauline Herzbach auf der Norderstedter Jobtour im vergangenen Jahr als Azubi gewonnen. Anja Neumüller ist Projektleiterin der Veranstaltung für Firmen und Schulabgänger (von links).

Foto: Lisa Marie Münster

Die große Frage aller Schüler – Antworten kann die Jobtour Norderstedt mit Informationen zu 47 Ausbildungsberufen und 18 Studiengängen liefern.

Norderstedt. „Ich habe mich von der ersten Minute an sehr wohlgefühlt, und als ich nach Hause gefahren bin, wusste ich, ich will bei Toolport arbeiten“, sagt Pauline Herzbach. Die 18-Jährige hat im vergangenen Jahr an der Jobtour Norderstedt teilgenommen und erfolgreich einen Ausbildungsplatz gefunden. „Das Gefühl, wie ein Unternehmen wirklich funktioniert, lernt man am besten vor Ort kennen“, bestätigt Marc-Mario Bertermann, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Norderstedt (EgNo), die die Jobtour organisiert.

Eine neue Chance, 26 Unternehmen aus Norderstedt kennenzulernen, erhalten Schülerinnen und Schüler auch in diesem Jahr: Die Jobtour Norderstedt geht am Donnerstag, 19. September, in die sechste Runde. Dafür kommen Unternehmer zuerst am kommenden Montag in die Schulen, um das Konzept, den Ablauf und das Angebot vorzustellen. Alle Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse sind eingeladen. Wer danach interessiert ist und wissen will, was die Unternehmen zu bieten haben, kann sich ab Freitag, 6. September, um 19 Uhr anmelden. Dabei ist Eile geboten – manche Plätze sind sehr begehrt.

Drei Unternehmen an einem Tag persönlich kennenlernen

Die Bilanz des vergangenen Jahres kann sich sehen lassen: 300 teilnehmende Schülerinnen und Schüler, vier Ausbildungsplätze und 25 Praktika wurden vermittelt. Es war das erfolgreichste Jahr der Jobtour, sagt Projektleiterin Anja Neumüller. Und dieses Jahr wartet noch mehr: Es werden 18 Studiengänge angeboten, alle dual, einer sogar trial. Müller konnte noch vier neue Unternehmen dazugewinnen. Mit Volkswagen Logistik ist erstmals auch die Automobilbranche vertreten, außerdem wird im Pflegebereich das Haus Hog’n Dor teilnehmen.

Am Tag der Jobtour selber werden die Schülerinnen und Schüler zwischen 11 und 16 Uhr in bis zu drei Unternehmen sein. Um dorthin zu kommen, erhalten sie ein Gratisticket für den HVV-Gesamtbereich und werden von der Schule freigestellt.

„Es ist nicht unser Ziel, jedem einen Ausbildungsplatz zu vermitteln“, sagt Bertermann. Es ginge vor allem darum, dass die Schülerinnen und Schüler eine Vorstellung davon gewinnen können, welche Optionen nach der Schule warten und wie Abläufe und Arbeit in den Unternehmen gestaltet sind. Das weiß auch Pauline Herzbach: „Man sitzt in der Schule und weiß ja gar nicht, wie Arbeit aussieht. Nach der Jobtour kann man aber direkt Vergleiche ziehen.“