Norderstedt
Kreis Segeberg

Die Wahlstedter Flieger sind gut in Schuss

Der Vereinsvorsitzende Torsten Maass (von links) mit den Prüfern Rolf Andres und Paul Machlinski.

Der Vereinsvorsitzende Torsten Maass (von links) mit den Prüfern Rolf Andres und Paul Machlinski.

Foto: Wilkening

Alle Segelflugzeuge des Luftsportvereins Kreis Segeberg bestanden den „TÜV“. Wartungsaufwand der Maschinen ist geringer geworden.

Kreis Segeberg.  Wenn die Sonne über dem Flugplatz Wahlstedt scheint und alle Segelflugzeuge fein säuberlich vor dem Hangar aufgereiht sind, dann würde man vermuten, dass die Flugzeuge gleich zum Startplatz gebracht werden. Doch jetzt mussten trotz besten Wetters die Flieger allesamt am Boden bleiben und die Jahresnachprüfung – den sogenannten Flugzeug-TÜV – über sich ergehen lassen.

Die Prüfer Rolf Andres und Paul Machalinski vom Luftfahrttechnischen Betrieb Nord waren gekommen, um sowohl jedes Flugzeug einzeln unter die Lupe zu nehmen als auch alle Flugzeugdokumente und die Lebenslaufakten akribisch einzusehen. Sollte nämlich eine umfangreichere Reparatur vorzunehmen sein, dann muss diese detailliert in den Flugzeugunterlagen festgehalten und von einem Prüfer gegengezeichnet werden. „Menschliche Fehler in der Luft können wir leider nicht ausschließen, aber bei der Technik macht uns keiner etwas vor“, so Rolf Andres. Man wolle mit der jährlichen Überprüfung sicherstellen, dass weder Korrosionen oder Risse im Material unentdeckt bleiben. Würde hierbei geschludert werden, so könnte es in der Luft mehr als unangenehme Folgen haben. Ein defektes Auto kann man ausrollen lassen und am Straßenrand abstellen – in der Luft ist das leider undenkbar. Deshalb helfen Spiegel an Teleskopstangen, starke Taschenlampen und Zollstöcke, um das Ruderspiel auf den Millimeter genau zu prüfen, versteckte Ecken zu inspizieren und auf die Suche nach Lack- oder Materialrissen zu gehen.

Der Wartungsaufwand ist geringer geworden

Da inzwischen die meisten Flugzeuge des Luftsportvereins Kreis Segeberg aus glasfaserverstärktem Kunststoff oder Kevlar gebaut sind, ist der Wartungsaufwand gegenüber einer Bauweise aus Stahlrohrrumpf und Leinwand-Bespannung wesentlich geringer geworden. Am Ende sind beide Prüfer sowohl mit dem technischen Zustand als auch mit der umfangreichen Dokumentation zu jedem Flugzeug sehr zufrieden. Nach einer Saison Flugbetrieb seien alle Flugzeuge wirklich gut in Schuss.