Norderstedt
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Winterschlafplätze für die Obdachlosen

Schlafplatz eines Obdachlosen: Im Winter ist das Leben auf der Straße besonders hart

Schlafplatz eines Obdachlosen: Im Winter ist das Leben auf der Straße besonders hart

Foto: dpa Picture-Alliance / Winfried Rothermel / picture alliance / Winfried Roth

Die Tagesaufenthaltsstätte für Obdachlose stellt am Herold-Center zehn Schlafplätze für Menschen ohne Wohnung bereit.

Norderstedt.  Das Winternotprogramm 2018/2019 der Stadt Norderstedt wurde jetzt vom Sozialausschuss einstimmig beschlossen. Im Zeitraum zwischen dem 1. Dezember 2018 und dem 28. Februar 2019 wird die Stadt zehn Übernachtungsmöglichkeiten für Obdachlose in der Nähe der Tagesaufenthaltsstätte (TAS) am Herold-Center bereit stellen.

In den vergangenen zwei Jahren hatte die Stadt gute Erfahrungen mit ihrem Programm gemacht. Untergebracht werden die Menschen in fünf Mietcontainern. Ein sechster Container soll mit Spinden ausgestattet werden. In den Spinden können die Nutzer ihre Habseligkeiten einschließen. Diebstahl ist einer der häufigsten Gründe für Obdachlose, Sammelunterkünfte zu meiden. Der andere Grund sind wechselnde Schlafplätze. Auch das soll in Norderstedt verhindert werden. Die Container werden tagsüber von Betreuern der Diakonie geschlossen und erst abends wieder geöffnet. Jede Person, die abends bis zu einer bestimmten Uhrzeit da ist, bekommt wieder dasselbe Bett wie am Vorabend. Grundsätzlich soll der Zugang zum Winternotprogramm über die TAS gesteuert werden. Das soll gewährleisten, dass wirklich Norderstedter Obdachlose unterkommen und die Übernachtungsmöglichkeit keine Sogwirkung in der Metropolregion entfaltet. Das Winternotprogramm kostet die Stadt 25.000 Euro.