Norderstedt
Kreis Segeberg

Kaltenkirchener Heide erhält Infosystem

Die Infotafeln wurden an markanten Punkten installiert

Die Infotafeln wurden an markanten Punkten installiert

Foto: Ralf Köhler

14 Infotafeln weisen ab sofort Besucher auf die besondere Natur in dem Gebiet hin und nennen die Verhaltensregeln für Gäste.

Kaltenkirchen.  Früher war sie unter anderem zurzeit des Nationalsozialismus ein Militärflughafen, heute ist die Kaltenkirchener Heide ein wertvolles nationales Naturerbe, eingestuft als FFH-Gebiet (Flora, Fauna, Habitat) und entsprechend besonders geschützt. Damit sich Gäste, ob nun Spaziergänger oder Radfahrer, besser zurechtfinden, gibt es ab sofort ein Besucherinformationssystem, das im Auftrag des Landesamts für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume installiert wurde.

Dieses umfasst 14 Lärchenholztafeln – diese beschreiben, welche seltenen Pflanzen in dem 460 Hektar großen Areal wachsen, welche Tiere dort leben, weisen aber auch auf Vorschriften in dem Gebiet hin. So etwa, dass das Motocrossfahren streng untersagt ist, dass die angelegten Wege nicht verlassen werden dürfen und Hunde an der Leine zu führen sind.

„Die Tafeln sind ein wichtiger Schritt, naturliebenden Gästen dieses reizvolle Gebiet näher zu bringen“, sagt Magnus Giercke, als Bereichsleiter für den Bundesforstbetrieb Trave zuständig für die Heide. Die Einstufung als „Nationales Naturerbe“ führt er zurück auf eine „beispielhafte Initiative“ des Bundes. Demnach sollen wertvolle Naturflächen, die dem Staat gehören, nicht privatisiert, sondern für nachfolgende Generationen dauerhaft gesichert, unter Naturschutzaspekten entwickelt und erlebbar gemacht werden.

Ein Vorteil des Gebiets: Als Militärstandort wurde die Kaltenkirchener Heide über Jahrzehnte nicht gedüngt und nicht landwirtschaftlich genutzt, sodass sich ein sogenannter Magerlebensraum entwickeln konnte mit darauf spezialisierten Pflanzen und Tieren. Ein Beispiel ist die Heidelerche, die am Boden brütet – den Nachwuchs aber auch nur ungestört großziehen kann, wenn Spaziergänger ihre Hunde von der Leine lassen. Ansonsten könnten herumstreunende Tiere nicht nur die Heidelerche, sondern auch weitere Vogel- und Wildtierarten nachhaltig stören.