Norderstedt
Henstedt-Ulzburg

Unternehmer Manke plant neues Wohngebiet

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Östlich des Friedhofs in Henstedt-Ulzburg sollen sowohl Reihenhäuser und Doppelhaushälften als auch Mietwohnungen entstehen.

Henstedt-Ulzburg.  Nördlich der Götzberger Straße, am östlichen Rand von Henstedt-Ulzburg, soll in den nächsten Jahren ein neues Wohngebiet mit 32 Reihenhäusern, zwölf Doppelhaushälften und 44 Mietwohnungen, davon 22 öffentlich gefördert, entstehen. Eigentlich hätte die Firma Manke ihre Pläne für das Gebiet bereits am vergangenen Dienstag im Umwelt- und Planungsausschuss präsentieren sollen. Da die Sitzung jedoch aus Zeitgründen abgebrochen werden musste, wird die Grundstücksgesellschaft das Vorhaben nun nach den Sommerferien vorstellen. Trotzdem sind die Eckpunkte mittlerweile bekannt.

Das bisher landwirtschaftlich genutzte Areal war eigentlich im Flächennutzungsplan reserviert für eine Erweiterung des Henstedter Friedhofs. Schon im Oktober 2016 hatte der damalige Grundstückseigentümer einen Antrag gestellt, das Gebiet umzuwidmen und einen Bebauungsplan aufzustellen. Das wurde zunächst nicht genehmigt, vielmehr sollte die Verwaltung Kaufverhandlungen aufnehmen – und parallel eine Verzichtserklärung der Friedhofsverwaltung einholen.

Währenddessen erwarb Manke die Fläche. Die zuständigen Friedhofs- und Kirchengremien überließen die Entscheidung über eine Nutzungsänderung der Verwaltung. Und da sich die Bestattungskultur geändert habe, so heißt es, sei eine Erweiterung des Friedhofs derzeit nicht nötig.

Bürgermeister Stefan Bauer empfiehlt der Politik, dem Konzept zuzustimmen, sodass im nächsten Schritt der Bebauungsplan aufgestellt werden würde. Aufgrund der Verzögerung dürfte dies im September geschehen. Dazu soll ein städtebaulicher Vertrag mit Manke geschlossen werden zur Übernahme der Planungskosten und der Sicherung des öffentlich geförderten Wohnraums. Ein Verkehrsgutachten dürfte zusätzlich klären, ob die geplanten Zufahrten zur Götzberger Straße mit dem Fahrzeugaufkommen in Einklang gebracht werden können. Ebenso müsste der vorhandene Geh- und Radweg verbreitert werden.