Norderstedt
Tangstedt

Existenz von Post-Shop und Friseur gesichert

Existenz gesichert: Inge Brüning-Rummel und Mashhadi Akbar freuen sich über die guten Nachrichten

Existenz gesichert: Inge Brüning-Rummel und Mashhadi Akbar freuen sich über die guten Nachrichten

Foto: Claudia Blume / HA

Betreiber der Geschäfte im Tangstedter Nahversorgungszentrum sind erleichtert. Zwei Varianten für Erhalt wären denkbar.

tangstedt.  Erleichterung war in den Gesichtern der Gemeindevertreter zu sehen, sogar kurzer Applaus brandete auf, als im Planungsausschuss eine wichtige Weiche für den Erhalt des Kleingewerbes im Tangstedter Nahversorgungszentrum gestellt wurde. Nachdem klar war, dass Aldi auf der gegenüberliegenden Straße neu bauen würde, hatten Friseur und Lotto-Post-Shop vom Eigentümer der Immobilie die Kündigung erhalten. Wegen der Erweiterung des Edeka-Marktes und des Einzugs von Budni war für die kleinen Läden kein Platz vorgesehen. Das löste eine einzigartige Protestwelle in der Gemeinde aus (das Abendblatt berichtete).

Nun gibt es gute Nachrichten: Beide Geschäfte werden bleiben. Jörg Utermark als Vertreter der Immobilien-Eigentümergesellschaft präsentierte zwei Varianten: „Eine Lösung wäre die Integration beider Dienstleistungsbetriebe in den erweiterten Edeka-Markt. Gleiches gilt auch für Bäcker und Reinigung, sodass ein Mall-Charakter nach einem Shop-in-Shop-Modell entsteht.“ Auch Matthias Haltermann, bei Edeka Nord für Expansion und Standortsicherung zuständig, betonte, dass der Unternehmensverbund interessiert sei, die Flächen im neuen Konzept zu erhalten.

Die zweite Variante sieht dagegen einen separaten Anbau auf der aktuellen Einkaufswagen-Stellfläche vor Aldi vor. Hierfür würde die Baugrenze um etwa drei Meter überschritten, jedoch hatte die Kreisverwaltung bereits in Vorab-Gesprächen grünes Licht signalisiert. „Eine entsprechende Ausnahmeregelung wäre eine elegante Lösung“, kommentierte Bürgermeister Norman Hübener.

Auch wenn es bisher nur mündliche Zusagen der Immobilieneigentümer gibt, Friseurmeisterin Inge Brüning-Rummel und Mashhadi Akbar vom Combi-Shop freuen sich, dass ihre berufliche Zukunft gesichert ist. Beide bevorzugen die eigenständige Anbau-Variante mit der Möglichkeit unabhängiger Öffnungszeiten. „Die Kündigung zum 31.12.2019 wurde zwar noch nicht zurückgenommen, aber ich bin sicher, dass Herr Utermark zu seinem Wort steht“, sagte die Salon-Inhaberin, die über 15 Jahre hinweg einen breiten Kundenstamm aufgebaut hat und fast im Minutentakt Glückwünsche entgegennehmen musste.

Aldi plant die Neueröffnung im Dezember, der Umbau der Bestandsgebäude könnte ab Frühjahr des kommenden Jahres erfolgen.