Norderstedt
Kreis Segeberg

Polizei stoppt Raser und Alkoholsünder

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kontrollierte die Polizei in Norderstedt zahlreiche Verkehrsteilnehmer

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kontrollierte die Polizei in Norderstedt zahlreiche Verkehrsteilnehmer

Foto: Frank May / picture alliance / dpa /Frank May

23 Verstöße bei nächtlicher Verkehrskontrolle an der Ohechaussee – und zahlreiche Trunkenheitsfahrten im Kreis Segeberg.

Norderstedt.  Tagsüber bewegt sich der Verkehr auf der Ohechaussee oft nur im Schneckentempo – spätabends und nachts ist dafür freie Fahrt. Trotzdem gilt innerorts bekanntlich Tempo 50. Die Beamten des Polizeireviers Norderstedt haben nun in der Zeit von Dienstag, 23 Uhr, bis 1 Uhr am Mittwoch 105 Fahrzeuge kontrolliert. Die Toleranzgrenze lag bei 60 km/h – ab 61 km/h wurde in 15 Fällen ein Verwarngeld fällig, ab 71 km/h ein Bußgeld, was achtmal vorkam.

Zwei negative Höhepunkte gab es. So wurde ein Autofahrer mit 78 km/h gemessen. Das kostet den Sünder nicht nur 100 Euro, sondern führt auch zu einem Punkt in der Verkehrssünderdatei. Eine 34-Jährige Naherin sollte zudem um 23.50 Uhr anhalten, da sie 12 km/h zu schnell war. Die Mercedesfahrerin ignorierte allerdings die Aufforderung, weswegen ein Streifenwagen die Verfolgung aufnahm und die Frau nach knapp einem Kilometer stoppte. Die Polizisten bemerkten Alkoholgeruch, ein Test ergab 1,62 Promille. Auf dem Revier wurde zudem eine Blutprobe entnommen, daraufhin der Führerschein sichergestellt und eine Strafanzeige wegen Trunkenheit im Verkehr ausgestellt.

Bereits am Montagabend war Zeugen ein Mercedes auf dem Friedrichsgaber Weg aufgefallen, der gegen 23 Uhr in Schlangenlinien fuhr. In der Wiesenstraße stoppte die Polizei schließlich den Wagen. Am Steuer: eine 46-jährige Norderstedter, die sogar noch ihren Sohn (11) dabei hatte. Die Indizien waren eindeutig: Atemalkohol, eine lallende Aussprache, ein schwankender, unsicherer Stand. Zu einem Atemalkoholtest war die Frau überhaupt nicht mehr in der Lage, sie zeigte sich uneinsichtig, behauptete, nicht gefahren zu sein. Ihr wurde daher Blut entnommen, auch sie bekam eine Strafanzeige. Drei weitere Alkoholsünder fielen am Montag im Kreis auf. In Bad Bramstedt wurde ein 54 Jahre alter Mann mit seinem VW-Transporter erst von Zeugen in der Innenstadt beobachtet, dann von der Polizei zu Hause angetroffen. Ein Promilletest ergab einen Wert von 3,76. Zwischen Seth und Stuvenborn fiel ein 23 Jahre alter Volvofahrer durch seine Fahrweise auf. Auf einer Tankstelle wurde er kontrolliert, ein Test ergab 2,1 Promille. Einen Führerschein besaß der Mann nicht. Und in Bad Segeberg war es ein Golffahrer (24), der in der Dorfstraße mit 2,24 Promille erwischt wurde.