Norderstedt
Kultur

Aufmüpfige Lieder im Kulturwerk Norderstedt

Chansonnier Hans Werner Kühl (links)

Chansonnier Hans Werner Kühl (links)

Foto: Heike Linde-Lembke

HaWe Kühl und Rainer Lankau geben unter dem Titel „Lieder vom Rand“ ein Benefizkonzert für die Suppenküche in Püssi in Estland.

Norderstedt.  Immer ein wenig vom Rand. Ein wenig schmutzig. Aufmüpfig. Bissig. Ironisch und satirisch. Das sind die Lieder des Komponisten Friedrich Hollaender, die Marlene Dietrich sang, beispielsweise „Wenn ich mir was wünschen dürfte“. Oder des Liedermachers Leonard Cohen, beispielsweise mit seinem legendären Song „Suzanne“.

Oder Johnny Cash, der nicht auf Country reduziert werden sollte. Oder vom Sänger Kurt Gerron, den die Hitler-Schergen 1944 im KZ Auschwitz ermordeten. Oder des Dichters und Satirikers Kurt Tucholsky, der 1935 in Schweden an einer Überdosierung von Medikamenten starb.

Hans Werner HaWe Kühl hat diese Schätze der 20er- und 30er-Jahre gehoben – viele Texte sind auch heute noch sehr aktuell. Er interpretiert die Lieder, Chansons und Songs am Sonntag, 29. April, im Alfred-Stern-Studio des Kulturwerks beim Benefizkonzert für die Suppenküche in Püssi in Estland, begleitet von Rainer Lankau am Klavier. Die Suppenküche hat der Norderstedter Kulturverein Freunde von Kohtla-Järve, Johvi und Umgebung aufgebaut, um Armen und Alten in der Region einmal am Tag eine warme Mahlzeit bieten zu können.

Außerdem rezitiert HaWe Kühl am Sonntag Gedichte von Heinrich Heine und Robert Gernhardt.

Benefizkonzert „Lieder vom Rand“, Sonntag, 29. April, 17 Uhr, Kulturwerk, Stormarnstraße 55. Karten zu zehn Euro gibt es unter Telefon 040/522 13 07 und 040/522 89 88 sowie an der Tageskasse.