Norderstedt
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SPD setzt bei Kommunalwahl auf junge Leute

Emil Stender, Katrin Fedrowitz, Nicolai Steinhau-Kühl, Denise Loeck und Tobias Schloo (von links) stehen auf den ersten fünf Listenplätzen

Emil Stender, Katrin Fedrowitz, Nicolai Steinhau-Kühl, Denise Loeck und Tobias Schloo (von links) stehen auf den ersten fünf Listenplätzen

Foto: SPD Norderstedt / HA

Norderstedter Sozialdemokraten legen ihren Schwerpunkt bei der Kommunalwahl auf die Herausforderungen durch die wachsende Stadt.

Norderstedt.  Drei Monate vor der Kommunalwahl (6. Mai) hat die SPD das Personal vorgestellt, das ab sofort um die Gunst der Norderstedter Bürger werben wird. „Wir freuen uns darüber, dass wir den Generationswechsel in unserer Fraktion auch bei dieser Kommunalwahl wieder konsequent weiterführen können“, sagt die Ortsvorsitzende Katrin Fedrowitz.

So ist es ihr gelungen, mit Florian Jobst und Jan Lippert zwei ehemalige Vorsitzende des Kinder- und Jugendbeirats für die Kommunalpolitik zu gewinnen . „Sie sind gute Beispiele dafür, dass die Mitarbeit der Jugendlichen im Beirat das Interesse auf Dauer wecken kann, sodass sie sich auch nach ihrer Mitgliedschaft weiterhin kommunalpolitisch engagieren wollen“, so Fedrowitz.

Sie selbst steht auf Platz zwei der Liste. Spitzenkandidat ist Nicolai Steinhau-Kühl, Fraktionschef und Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr. Er setzt bereits einige Schwerpunkte. „Wir müssen uns dringend um neue Kitaplätze und den Ausbau der Grundschulen und weiterführenden Schulen kümmern, da wir schon jetzt nicht ausreichend Plätze zur Verfügung stellen können.“ Auch das Thema Verkehr werde immer brisanter. „Unsere Straßen sind schon jetzt chronisch verstopft. Wir müssen die Bedingungen für Busse und Bahnen sowie den Radverkehr weiter verbessern, damit es allen leichter fällt, auch einmal auf das Auto zu verzichten.“

Allerdings wächst die Stadt weiter. „Wir haben in Norderstedt noch Flächen für circa 4000 Wohneinheiten vorgesehen. Gerade an günstigeren Wohnungen mangelt es. Gleichzeitig müssen wir den Spagat schaffen, die verkehrliche Situation durch neue Wohngebiete nicht noch weiter zu verschlechtern“, so Nicolai Steinhau-Kühl.

In der Hierarchie weiter nach vorne rücken unter anderem die Jusos Denise Loeck und Tobias Schloo, die auf den Listenplätzen vier und fünf antreten. Mit Thomas Jäger, dem Vorsitzenden des Sozialausschusses, tritt dafür ein prominenter SPD-Politiker in die zweite Reihe, steht auf Listenplatz 22 und will künftig nur noch als bürgerliches Mitglied aktiv sein. „Das hat persönliche Gründe. Thomas Jäger hat zwei kleine Kinder, er möchte sich mehr um seine Familie kümmern“, sagt Katrin Fedrowitz.

Die ersten 20 Listenplätze der SPD Norderstedt: Nicolai Steinhau-Kühl, Katrin Fedrowitz, Emil Stender, Denise Loeck, Tobias Schloo, Sybille Hahn, Christoph Mendel, Anisa Scadah-Gailun, Uwe Engel, Lasse Jürs, Thorsten Loeck, Florian Jobst, Danny Clausen-Holm, Bodo von Appen, Ulrich Gailun, Patrick Grabowski, Edmund Bruns, Felix Nanns, Bernd Andt, Jan Lippert.