Norderstedt
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Neuer SPD-Abgeordneter sucht Gespräch mit FDP

Stefan Weber, der auch Bürgermeister seines Heimatdorfes Sievershütten ist, setzt auf einen Dialog unter politischen Newcomern

Stefan Weber, der auch Bürgermeister seines Heimatdorfes Sievershütten ist, setzt auf einen Dialog unter politischen Newcomern

Foto: SPD / HA

Im neuen Landtag vertreten: die beiden Kreisvorsitzenden Stefan Weber aus Sievershütten und Stephan Holowaty aus Henstedt-Ulzburg.

Norderstedt.  Wenn sich der neue Schleswig-Holsteinische Landtag am Dienstag, 6. Juni, in der Landeshauptstadt Kiel konstituiert, werden auch mehrere neue Abgeordnete aus dem Kreis Segeberg ihre Arbeit offiziell aufnehmen. Darunter sind auch Stefan Weber (SPD) aus Sievershütten und Stephan Holowaty (FDP) aus Henstedt-Ulzburg, die jeweils über die Landesliste ihrer Parteien den Einzug schafften. Beide sind zudem Kreisvorsitzende.

Ob Sozialdemokraten und Liberale auch in einer Koalition zusammenarbeiten, also in einem „Ampel“-Bündnis gemeinsam mit den Grünen, ist nach jetzigem Stand unwahrscheinlich. Das hat insbesondere die FDP in Person ihres Spitzenkandidaten Wolfgang Kubicki ausgeschlossen – die Absage verknüpfte dieser auch mit der Person von Ralf Stegner, des SPD-Landeschefs.

Trotzdem appelliert Stefan Weber an Stephan Holowaty, persönliche Gespräche aufzunehmen, er plädiert für eine „sozialliberal-ökologische Zukunftsidee“. Der SPD-Politiker sagt: „Wir sind davon überzeugt, dass ein Bündnis aus SPD, Grünen und FDP unserem Bundesland eine moderne, zukunftsgerichtete, offene Politik bieten kann.“

Diesem Bündnis würden weniger die Inhalte im Wege stehen als die persönliche Auseinandersetzung zwischen Wolfgang Kubicki und Ralf Stegner, so Weber. „Ich kann nur an die FDP appellieren, andere Möglichkeiten nicht nur deshalb auszuschließen, weil eine persönliche Gesprächsebene zwischen unseren Verhandlungsführern blockiert scheint.“

Stefan Weber, der auch Bürgermeister seines Heimatdorfes Sievershütten ist, setzt daher auf einen Dialog unter politischen Newcomern. „Um unseren Beitrag dazu zu leisten, diese Situation aufzulösen und auf eine gemeinsame Sachebene zurückzukehren, biete ich ihnen als Kreisvorsitzendem, aber auch als zukünftigem Kollegen im Landtag, herzlich an, in den persönlichen Austausch zu gehen.“