Norderstedt
Bad Bramstedt/Samos

Bramstedter Bundespolizisten retten Familie

Schleuser setzten Flüchtlinge aus Syrien auf Felsen an der griechischen Insel Samos aus. Die Helfer seilen verletzte Frau ab.

Bad Bramstedt/Samos.  Für die Flüchtlinge war es buchstäblich eine Rettung aus höchster Not. Beamte der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt und Feuerwehrleute haben auf der griechischen Insel Samos eine siebenköpfige Familie aus Syrien in Sicherheit gebracht, die nach einer Schleusung auf eine 60 Meter hohe Klippe geklettert war. „Die Situation war für die Menschen absolut lebensgefährlich“, sagt Bundespolizeisprecher Matthias Menge.

Diese Rettungsaktion war der bislang spektakulärste Einsatz für die Polizisten, die seit mehreren Wochen vor Samos mit ihren Streifenbooten „Börde“ und „Uckermark“ unterwegs sind. Sie sollen die Grenze sichern und Flüchtlinge aus Seenot retten.

Die Polizisten hatten die Meldung erhalten, dass östlich der Insel 15 Flüchtlinge auf einem Felsen angelandet waren. „Der Einsatzleiter entschied sofort auszulaufen, um schnellstmöglich den Einsatzort zu erreichen“, berichtet Menge. Nach Einschiffen der griechischen Verbindungsoffiziere liefen die „Uckermark“ und die „Börde“ mit Höchstfahrt aus.

Ein Beamter der „Uckermark“ entdeckte mehrere Menschen auf dem Felsen. Vermutlich waren sie mit einem Schnellboot aus der Türkei gekommen, an den scharfkantigen Felsen abgesetzt worden und nach oben geklettert.

Drei Polizisten kletterten nach oben und fanden eine dehydrierte Familie, zu der drei Kinder und eine ältere Frau gehörten. Sie war verletzt. Die Beamten versorgten die Flüchtlinge. Gemeinsam mit Höhenrettern der Feuerwehr gelang es, die Familie nach unten zu den Booten zu bringen. Die ältere Frau musste mit einem Seil gesichert werden. Die Familie wurde zum Aufnahmelager der griechischen Behörden gefahren.