Norderstedt
Tangstedt

Feuerwehreinsatz kann ab Januar teuer werden

Für die Tangstedter können Feuerwehreinsätze künftig teuer werden

Für die Tangstedter können Feuerwehreinsätze künftig teuer werden

Foto: Eibner-Pressefoto / picture alliance / Eibner-Presse

In der Gemeinde gilt im neuen Jahr eine neue Satzung. Damit sollen künfitg, Vorsatz, Missbrauch und Nachlässigkeit geahndet werden.

Tangstedt.  Drei Freiwillige Feuerwehren gibt es in der Gemeinde Tangstedt – eine im gleichnamigen Ortsteil, dazu in Wilstedt und in Wulksfelde. Deren Einsätze werden ab 1. Januar 2016 mit einer neuen Gebührensatzung geregelt, im Einzelfall können den Bürgern oder Firmen künftig hohe Kosten entstehen.

Für den Einsatz der ehrenamtlichen Helfer müssen auch weiterhin diejenigen Menschen nicht bezahlen, die aus lebensbedrohlichen Situationen gerettet werden. Auch öffentliche Notstände, etwa verursacht durch Naturkatastrophen, fallen in diese Kategorie. „Niemand muss Angst haben, die Feuerwehr zu rufen“, sagt Kai Kattner, Wehrführer auf der Wache im Ortsteil Tangstedt.

Vielmehr sollen künftig Vorsatz, Missbrauch und Nachlässigkeit geahndet werden. Das heißt: Wer mutwillig einen Brand legt, anders Gefahr verursacht, oder wer die Freiwillige Feuerwehr grundlos alarmiert, muss künftig damit rechnen, zur Kasse gebeten zu werden. Gleiches gilt auch für den wiederholten Fehlalarm einer Brandmeldeanlage, die nicht ordnungsgemäß gewartet worden ist. Wehrführer Kai Kattner betont: „Wenn man des Öfteren nachts für nichts aufsteht, dann ist das wirklich nicht lustig. Gerade bei Altenheimen oder bei Industriebetrieben ist eine Menge Personal notwendig, da wird die gesamte Gemeindewehr alarmiert. Bisher hatte die Gemeinde da keine Handhabe, wir konnten nur über das Ordnungsamt ernste Gespräche führen.“

Ebenso gebührenpflichtig sind Sonderlöschmittel wie etwa Ölbinder oder Filter, die bei Bränden in Gewerbe- und Industriebetrieben zum Einsatz kommen. Kassiert wird ab Januar auch für die Gefahr, die durch den Betrieb eines Fahrzeugs entsteht– beispielsweise bei einem undichten Tanklastzug. Der Einsatz von Fahrzeugen der Feuerwehr wird nach Stundensätzen abgerechnet, die entweder 92,50 Euro oder 122,50 Euro betragen. Für den Zeitraum wird zugrunde gelegt, wie lange Personal und Ausrüstung außerhalb der Wache waren und wie lange die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft gedauert hat. Wenn ein Brandmelder wiederholt Fehlalarm schlägt, sind pauschal 650 Euro zu zahlen. Weitere Kosten entstehen für den Verwaltungsaufwand sowie für Reinigungsmaßnahmen.

Ausgenommen vom Gebührenkatalog ist der Einsatz der Feuerwehrleute selbst. Kai Kattner erklärt, warum das so ist: „Wir sind ja Ehrenamtliche, unsere Arbeitgeber stellen uns für Einsätze frei. Das kann die Gemeinde nicht in Rechnung stellen.“