Norderstedt
Henstedt-Ulzburg

Keine juristischen Bedenken gegen Hesebeck-Bau im Kronskamp

Foto: Frank Knittermeier

Das Oberveraltungsgericht weist die Beschwerde der Anlieger zurück. Die Baugenehmigung war rechtlich einwandfrei.

Henstedt-Ulzburg. Im Kronskamp herrscht zwar noch immer ein privater Kleinkrieg, juristisch ist aber alles geklärt: Das Oberverwaltungsgericht Schleswig hat das Bauvorhaben auf dem Hesebeck-Grundstück für rechtmäßig erklärt und die Beschwerde gegen die Baugenehmigung zurückgewiesen. Die Bauherrengemeinschaft Kronskamp, die von Bernd Langbehn vertreten wird, darf ungehindert weiter bauen.

Ein Mehrfamilienhaus passt nicht in diese Straße, deren Bild von Einfamilienhäusern geprägt wird – dieses Argument haben die Anwohner der Straße vorgebracht, um den Bau des Hauses zu verhindern. Der Möbelhauschef Bernd Langbehn baut auf dem Grundstück seines verstorbenen Onkels Werner Hesebeck ein zwölf Meter hohes, zweigeschossiges Wohnhaus mit Staffelgeschoss, Tiefgarage und Fahrstuhl. Der bestehende Bebauungsplan lässt einen solchen Bau zu, eine Veränderungssperre wurde erst später erlassen.

Bereits am 21. Januar hatte das Verwaltungsgericht die Rechtmäßigkeit der Baugenehmigung anerkannt und einen entsprechenden Beschluss gefasst. Dagegen legten Cornelia und Dirk Meissner als Kronskamp-Vertreter Beschwerde ein, die jetzt zurückgewiesen wurde. Unter anderem verstoße das Vorhaben auch nicht gegen nachbarschützende Vorschriften des Bauplanungsrechts, heißt es in der Begründung des Oberverwaltungsgerichts.

Bernd Langbehn ist froh über die Entscheidung, weil jetzt juristische Klarheit bestehe. Alle Probleme sieht er aber noch nicht ausgeräumt: Es seien wohl psychologisch noch einige Hürden zu nehmen.

Die Kronskamp-Anlieger sind wütend und protestieren weiter – auch mit Schildern in den Gärten. Dirk Meissner Meissner spricht nach wie vor von „Behördenwillkür“.