Henstedt-Ulzburg

Die Kollegen in Henstedt-Ulzburg begehen ihr 125-jähriges Bestehen mit einem Festakt in der Sporthalle am Gymnasium

Die Geschichte der Feuerwehr Henstedt-Ulzburg ist durchsetzt mit bekannten Namen, die in der Gemeinde auch heute noch bekannt sind.

Henstedt-Ulzburg. Jasper Pohlmann wurde am 17. Juli 1889 zum ersten „Hauptmann“ gewählt. Das war im jetzigen Henstedt, damals noch eine eigenständige Gemeinde. Hesebeck, Scheelke, Steenbock, Schümann, Langbehn – das sind weitere bekannte Namen, die die Feuerwehr geprägt haben. Die Freiwillige Feuerwehr Henstedt war die Keimzelle der heutigen Feuerwehr Henstedt-Ulzburg, die sich aus den drei selbstständigen Ortswehren Götzberg, Henstedt und Ulzburg zusammensetzt.

Die Eigenständigkeiten sind bestehen geblieben, trotzdem ziehen die Wehren an einem Strang: Bis 17 Uhr werden Einsätze gemeinsam gefahren. Danach und an den Wochenenden ist jede Wehr für ihren Bereich zuständig, wobei im Bedarfsfall auch Feuerwehrleute aus den anderen Ortswehren aushelfen. Mit diesem System ist gewährleistet, dass an jedem Tag im Jahr der Schutz für die Einwohner durch die 140 aktiven Feuerwehrleute gewährleistet ist. Rund 300 Einsätze müssen pro Jahr bewältigt werden.

Die Henstedter Feuerwehr war 1889, nach Einstellung der Zwangswehren, die erste freiwillige Feuer im jetzigen Henstedt-Ulzburg. Die Feuerwehren Götzberg und Ulzburg wurden später gegründet. Die Götzberger Wehr feierte zu Beginn des Jahres ihr 80-jähriges Bestehen. Erst seit 1970, mit Gründung der Großgemeinde Henstedt-Ulzburg, gibt es die Gemeindefeuerwehr mit den Ortswehren Götzberg, Henstedt und Ulzburg. Ein ähnliches Modell besteht bis heute in Norderstedt, wo vier Ortswehren die Gemeindefeuerwehr bilden. Während sich vor 125 Jahren im Kreis Segeberg elf freiwillige Feuerwehren gründeten, kann Henstedt-Ulzburg mit einer Besonderheit aufwarten: 1964 wurde in Henstedt die erste Jugendfeuerwehr im Kreis Segeberg gegründet. Der damalige Wehrführer Gerd Fröhlich erkannte, dass nur auf diese Weise für Feuerwehrnachwuchs gesorgt werden kann. „Das war eine Entscheidung, die sich im Laufe von fünf Jahrzehnten als absolut richtig erwiesen hat“, sagt Ortswehrführer Dietrich Vahldiek. Erster Ausbilder war vor 50 Jahren Otto Harms. Heute hat die Jugendfeuerwehr Henstedt-Ulzburg 45 Mitglieder. Gefeiert wird jetzt also nicht nur die Gründung der freiwilligen Feuerwehr vor 125 Jahren, sondern auch die Gründung der Jugendfeuerwehr vor 50 Jahren.

Beide Jubiläen werden gebührend begangen. Am Sonnabend, 28. Juni, beginnt der Festakt um 19 Uhr in der Sporthalle am Alstergymnasiums mit geladenen Gästen. Nach dem offiziellen Teil darf in der festlich dekorierten Halle auch getanzt werden.

Während diese Veranstaltung nicht öffentlich ist, haben alle anderen Henstedt-Ulzburger am Sonntag, 24. August, Gelegenheit, ihre Feuerwehr kennenzulernen. Veranstaltungen rund um die Feuerwehr mit Vorführungen, Löschübungen, Aktionen, Kinderspielen und vielen Aktionen wird es einen ganzen Tag lang geben. Auch der 30 Mitglieder starke Feuerwehrmusikzug wird für Unterhaltung sorgen. Fest steht allerdings noch nicht, wo dieser Tag begangen wird.