Norderstedt
Kommentar

Die Chance der Direktwahl

In Henstedt-Ulzburg haben die Bürger die Wahl: Die Bürgermeisterwahl ist ein klassischer demokratischer Vorgang.

Wer will, kann am 16. März ins Wahllokal gehen und das Kreuz hinter der Person machen, die am geeignetsten erscheint, das Rathaus zu leiten und die Gemeinde mit frischen Ideen voranzubringen.

Wer auf dem Bürgermeisterstuhl im Rathaus sitzen will, muss Gespür für die Interessen der Mitarbeiter aufbringen und viel Standing gegenüber den Gemeindepolitikern beweisen. Denn in keinem anderen Ort im Kreis Segeberg wird so hart gestritten und diskutiert wie in Henstedt-Ulzburg, wo ein politischer Eklat nahezu wöchentlich zu erwarten ist – und oft auch eintritt. Den beiden Kandidatinnen ist zu wünschen, dass sie dieser schweren Aufgabe gewachsen sind.

Auf Kreisebene wurde die direkte Demokratie ausgehebelt. Hier kann der Bürger nicht mehr mitbestimmen, wer Landrätin oder Landrat wird. Weil das Interesse an den Landratswahlen stets gering war, hat der Landtag im Jahr 2009 die Direktwahl abgeschafft. Bedauerlich. Umso wichtiger ist es, dass die Wahlberechtigten in Henstedt-Ulzburg sich ihrer Verantwortung und Chance bewusst sind und zur Wahl gehen. Und zwar massenweise!