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Viele Bufdi-Stellen können nur kurzfristig besetzt werden

Die Lebenshilfe Norderstedt sorgt sich, im Frühjahr möglicherweise ohne Bufdi ihre freizeitpädagogische Arbeit mit Behinderten leisten zu müssen. Ein derartiger Engpass entspräche den Befürchtungen, die 2011 aufkamen, als im Sommer die Wehrpflicht und somit automatisch auch der Zivildienst gesetzlich abgeschafft wurden.

Allerdings wird die quantitative Entwicklung in der Politik durchaus als erfreulich bewertet. So leisteten bundesweit im November 2013 insgesamt 48.299 Bufdis ihren Dienst in sozialen Einrichtungen, Sportvereinen oder Kindertagesstätten – 1404 davon in Schleswig-Holstein. Und selbst in Norderstedt gibt es Unterschiede. Eine Nachfrage bei der Rosa-Settemeyer-Stiftung, die drei Bufdis beschäftigt: „Ich kann nichts Negatives sagen“, so Personalleiter Daniel Gesse. „Positiv ist, dass der Bundesfreiwilligendienst ein ganzes Jahr oder mehr dauern kann und nicht nur neun Monate wie der Zivildienst.“

Auch die Norderstedter Werkstätten verfügen momentan über drei Bufdis. Allerdings wurde auch dort bemerkt, dass viele Bewerbungen recht kurzfristig eintreffen – oft abhängig davon, ob eine Suche nach einem Studien- oder Ausbildungsplatz erfolgreich war. Zudem wird jeder Interessent zunächst zu einem Probetag eingeladen, um etwaige Berührungsängste abzubauen.