Kommentar

Angst und bange

Geht doch! Gerade mal neun Jahre ist es her, dass der digitale Funk in Deutschland eingeführt werden sollte.

Hat nicht ganz geklappt, aber jetzt funktioniere die moderne Technik reibungslos, versichert die Polizei. Jedenfalls im Kreis Segeberg. Nicht so gut läuft es in den Großstädten. Dort ist überall Stahlbeton im Weg und hält die Funkwellen auf. Damit konnte man offenbar nicht rechnen.

Wenn man ganz genau hinsieht, hat auch der flächendeckende Start der neuen Kommunikationstechnik nicht 100-prozentig geklappt. Es sind aber nur die Feuerwehren und der Rettungsdienst, die immer noch auf verschnarrten Analogkanälen reden müssen. Aber vielleicht klappe es schon Ende 2014 mit der Anschaffung neuer Geräte, sagt ein Fachmann.

Mal im Ernst: Manchmal kann einem angst und bange werden. Digitalfunk sorgt mit seinen enormen technischen Möglichkeiten für ein großes Plus an innerer Sicherheit, doch in Deutschland doktern die Behörden immer noch an einer Technik herum, die bei nahezu allen europäischen Nachbarn seit Jahren im Einsatz ist – mit Erfolg.

Die Gefahren, die in modernen Gesellschaft lauern, stellen die Polizei immer wieder vor neue Herausforderungen. Dazu gehören die Bedrohung durch den Terrorismus genauso wie die Bekämpfung der dramatisch gestiegenen Einbruchskriminalität. Und dafür brauchen die Beamten modernes Handwerkszeug für die tägliche Arbeit. Beim Digitalfunk geht es nicht um eine Technik für wenige Spezialisten, sondern um Kommunikation für alle, die für die Sicherheit in der Gesellschaft sorgen. Wer hat das Thema verschlafen? Bitte melden!