Kommentar

Erfolg mit solidem Geschäftsgebaren

Frank Knittermeier

In unserer Welt, die von sozialen Netzwerken, gigantischen Internetkaufhäusern und Shoppingmeilen-Filialisten geprägt ist, hat der Einzelhandel nur noch einen untergeordneten Stellenwert.

Umso erfreulicher ist es, wenn es ab und zu kleine Erfolgsmeldungen aus diesem Lager gibt.

Das Möbelhaus Hesebeck in Henstedt-Ulzburg hat sich von den Branchenriesen, die links und rechts ihre Erlebniswelten errichtet haben, nicht in die Zange nehmen und schon gar nicht zermahlen lassen. Das ist eine beachtliche Leistung.

Unternehmerischer Geist, seriöse Geschäftshaltung, solides Finanzgebaren und der Mut zu Ungewöhnlichem haben dieses Familienunternehmen auch in schwierigen Zeiten überleben und sogar wachsen lassen. Darüber hinaus ist das Geschäft seit 125 Jahren in Familienbesitz und wird es auch in den nächsten Jahrzehnten bleiben. Hier wurde mit Weitsicht und Augenmaß gewirtschaftet.

Das Beispiel Hesebeck sollte Mut machen. Unternehmer, die Lücken erkennen und sie tatkräftig füllen, haben eine Zukunft. Wer sich aus der Anonymität erhebt und seinem Geschäft ein Gesicht gibt, wer Kunden wie Könige behandelt und grundsolide Ware anbietet, die auch ihren Preis hat, ragt aus der Masse heraus.

Kunden, die ihren Vorteil in Ein-Euro-Läden suchen, bleiben wahrscheinlich für immer verloren. Andere, die für Qualität Geld ausgeben wollen und es auch können, gibt es genug. Sie müssen nur umworben werden. Hesebeck macht es vor.

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