Holstentherme

Die Karibik in Kaltenkirchen hat sich rausgeputzt

Die Holstentherme in Kaltenkirchen investiert in diesem Jahr 1,2 Millionen Euro in Komfort und neue Projekte. Bäder und Saunen sind gut besucht.

Kaltenkirchen. Mag der Sommer auch viele Gäste ins benachbarte Freibad locken, der echte Fan bleibt der Holstentherme in Kaltenkirchen treu. Bäder und Saunen sind gut besucht. Viele Gäste freuen sich darüber, dass sich die karibische Welt im Norden der Stadt herausgeputzt und viel Geld in Komfort und neue Projekte investiert hat. 1,2 Millionen Euro gibt die Holstentherme dafür in diesem Jahr aus.

Nach einer einwöchigen Bauphase inklusive Schließung der Therme fallen den Gästen zahlreiche Neuigkeiten auf: Die Saunenwelt hat einen neuen Eingang im orientalischen Design erhalten, die Damen-Classic-Duschen wurden renoviert. Der Fahrstuhl für die behinderten Gäste wurde gegen einen modernen Treppenlift ausgetauscht. Weitere Projekte sind in Arbeit: Im Spätsommer soll die "Berberoase" eröffnet werden, im Herbst folgt die Inbetriebnahme des "Casa da Calma", eines Dusch- und Ruhehauses im brasilianischen Stil, das zur Saunenwelt im Außenbereich der Therme gehören wird.

"Aufgrund der ständig steigenden Besucherzahlen haben wir in diversen Bereichen wie beispielsweise dem Wellness-Studio die Kapazitäten ausgebaut und das Anspruchsniveau weiter erhöht", sagt Geschäftsführer Stefan Hinkeldey. Ein wenig anspruchsvoller geht es auch im Badebereich, dem sogenannten Erlebnisbad, zu. Über dem Babybecken und dem Restaurant vermitteln Fotos von Palmenstränden einen Hauch von Karibik.

Dass ständige Modernisierungen und Innovationen gut ankommen, beweisen die Besucherzahlen der Holstentherme. 2012 kam eine halbe Millionen Menschen in die "Karibik des Nordens" - und damit 4,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Viele nehmen weite Wege in Kauf, um die Holstentherme zu besuchen

Hinkeldey und sein Team führen diese Entwicklung auf ein verbessertes Marketing, jährlich neue Attraktionen und kontinuierliche Instandhaltung zurück. Ein bisschen habe auch das Wetter eine Rolle gespielt, sagt Hinkeldey. 72 Prozent der Gäste sind Erwachsene. Viele nehmen weite Wege in Kauf, um die Holstentherme zu besuchen. Manche kommen aus Kiel, Hamburg oder reisen aus Orten südlich der Elbe an. "Durch die Erhöhung der Besucherzahlen können steigende Energie- und Personalkosten aufgefangen werden", sagt Marketing-Chefin Katja Müller. Daher sei eine Erhöhung der Eintrittspreise nicht notwendig, die seit der Euro-Einführung stabil geblieben seien.

Dabei soll es auch 2014 bleiben, verspricht Hinkeldey. Um die steigenden Energiekosten aufzufangen, hat die Holstentherme ein Energie- und Nachhaltigkeitsmanagement eingerichtet. Ein Blockheizkraftwerk und die Umrüstung auf LED-Technik sollen dazu beitragen, Strom- und Heizkosten im Rahmen zu halten. "Zum Glück haben wir mit den Stadtwerken Kaltenkirchen auch einen sehr kompetenten Ansprechpartner, wenn es um unsere komplexen Energiefragen und Energieeffizienz geht", sagt Hinkeldey.

Die Holstentherme in Kaltenkirchen beschäftigt 100 Mitarbeiter und gehört zu den wenigen Bädern in Deutschland, die nicht defizitär arbeiten. Nachdem die Mitarbeiter geschult wurden, die Kunden des Bades zielgruppengerecht anzusprechen, erhielt die Holstentherme als erstes deutsches Freizeitunternehmen die Auszeichnung "Age Explorer - zertifiziert".