Kommentar

Weiterbildung ist so wertvoll wie nie

Fachkräfte fehlen, und der Mangel wird wachsen. Da wäre es geradezu kontraproduktiv, wenn die Menschen weggespart werden, die helfen, die Qualifikations-Lücken zu schließen.

Dazu zählen die Mitarbeiterinnen des Weiterbildungsverbundes (WBV) Segeberg. Sie beraten Männer und Frauen, die sich weiterbilden, nach einer Familienpause in den Beruf zurückkehren oder eine Arbeitslosigkeit beenden wollen. Und sie helfen gut ausgebildeten Migranten dabei, in ihrer neuen Heimat einen Job zu finden. Selbst wenn Betriebswirte, Juristen oder Lehrerinnen aus Venezuela, Russland oder Afghanistan passabel Deutsch sprechen, blockieren oft hohe Hürden den Weg ins Berufsleben: Die Abschlüsse werden nicht anerkannt. Gerade dabei hilft der WBV.

Doch auch deutsche Arbeitnehmer stehen oft vor einem schier unüberwindbaren Berg an Möglichkeiten und Voraussetzungen, wenn sie sich qualifizieren wollen. In Vollzeit oder lieber nebenberuflich? Welcher Träger bietet das passende Konzept? Wer darf Meister-Bafög beanspruchen? Auch auf diese Fragen gibt der WBV, in dem 28 Einrichtungen zusammengeschlossen sind, die richtigen Antworten.

Deswegen sollte das Land die Absicht schnell begraben, den WBV kaputtzusparen. Zumal ein vom Land in Auftrag gegebenes Gutachten der Beratungsstelle gerade gute und effiziente Arbeit bescheinigt hat.