Petersburger Dialog

Medwedew und Merkel: Erstes Treffen in Niedersachsen

Das Verhältnis der Länder soll vertieft werden. Motto der Verantsaltung: "Bürger, Gesellschaft, Staat - Partner im Modernisierungs- prozess".

Hannover/Wolfsburg. Erstmals in der Geschichte werden sich von Sonntag an Deutsche und Russen zum sogenannten „Petersburger Dialog“ in Niedersachsen treffen. Die dreitägige Veranstaltung steht in diesem Jahr unter dem Motto „Bürger, Gesellschaft und Staat - Partner im Modernisierungsprozess“.

An dem Treffen in Hannover und Wolfsburg werden von Montagabend an auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der russische Präsident Dmitri Medwedew teilnehmen. Die beiden Regierungschefs werden sich über die wirtschaftliche Zusammenarbeit der beiden Länder und über außenpolitische Themen austauschen. Unter anderem sollen hier Fragen zu Weißrussland, Syrien und Nahost auf der Tagesordnung stehen. Zu dem Dialog laden die beiden Länder seit zehn Jahren abwechselnd ein.

Ziel der parallel stattfindenden Gesprächsrunden von Vertretern aus Kirchen, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und Politik ist es, Vorurteilen entgegenzuwirken, bestehende Probleme zu lösen und das Verhältnis zwischen beiden Ländern weiter zu vertiefen. Zum Auftakt in Wolfsburg am Sonntagnachmittag werden auch Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU), VW-Chef Martin Winterkorn sowie die Bürgermeister der gastgebenden Städte, Stephan Weil (SPD, Hannover) und Rolf Schnellecke (CDU, Wolfsburg) erwartet.

Das nach der russischen Stadt St. Petersburg benannte Forum geht auf eine Initiative des früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD) und des damaligen Kremlchefs Wladimir Putin zurück. Vorbild für die 2001 ins Leben gerufene Institution sind die deutsch-britischen Königswinter Konferenzen von 1950.

Vorsitzender des deutschen Lenkungsausschusses ist der erste freigewählte und zugleich letzte DDR-Regierungschef Lothar de Maizière. Sein Pendant auf russischen Seite ist Vizeregierungschef Viktor Subkow.