Klimawandel

Niedersachsens Wälder stärker geschädigt als angenommen

Ein Feuerwehrmann löscht Glutnester nach einem Waldbrand in Niedersachsen.

Ein Feuerwehrmann löscht Glutnester nach einem Waldbrand in Niedersachsen.

Foto: Philipp Schulze/dpa

31.600 Hektar Wald werden in Niedersachsen aufgeforstet. Es sind alarmierende Zahlen, die nun bekannt wurden.

Hannover. Niedersachsens Wälder sind schlimmer von Dürre, Stürmen und Schädlingen getroffen als bislang angenommen. Neuesten Zahlen des Bundeslandwirtschaftsministeriums zufolge müssen in Niedersachsen 31.600 Hektar Wald aufgeforstet werden.

Noch im Februar war von einer Fläche von rund 26.000 Hektar die Rede. Die Menge des seit 2018 angefallenen Schadholzes beträgt der aktuellen Einschätzung zufolge 14,7 Millionen Kubikmeter.

Dürre und Schädlinge schwächen Wälder

Neben Niedersachsen leiden auch Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Hessen besonders stark unter Waldschäden. Grundlage der Schätzung sind die kumulierten Daten aus den Bundesländern der Jahre 2018, 2019 und 2020 bis zum Stichtag 30. Juni.

Dürre und Schädlinge haben dem Ministerium zufolge die Widerstandskraft der Bäume so geschwächt, dass vor allem Fichten in Tieflagen absterben. Der Regen der vergangenen Woche könnte die Situation regional etwas entspannt haben, aber in tieferen Schichten fehle immer noch Wasser.

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31 Millionen an Waldbesitzer ausgezahlt

Bundesweit müssen rund 285.000 Hektar Wald wieder aufgeforstet werden. Bund und Länder hatten bereits Hilfen dafür sowie für die Anpassung der Wälder an den Klimawandel beschlossen.

In diesem Jahr seien 31 Millionen Euro an Waldbesitzer ausgezahlt worden – von 138 Millionen Euro, die für 2020 zur Verfügung stünden, sagte eine Sprecherin des Bundeslandwirtschaftsministeriums den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.