Ruhezeiten

Niedersachsen schafft mehr Lkw-Parkplätze an Autobahnen

Die vom Land Niedersachsen geschaffene neue Tank- und Rastanlage Salzgitterhüttenblick an der Autobahn 39

Die vom Land Niedersachsen geschaffene neue Tank- und Rastanlage Salzgitterhüttenblick an der Autobahn 39

Foto: Stefan Rampfel / dpa

Gesetzliche Ruhezeiten zwingen Fahrer zum Parken. Auch wenn kein Platz ist. Hannover baut und bekämpft das Chaos, Kiel zögert.

Hannover.  Niedersachsen kommt seinem selbst gesetzten Ziel beim Ausbau der dringend benötigten Lkw-Stellplätze langsam näher. Wurden im Vorjahr 152 von ihnen freigegeben, so sollen laut Verkehrsministerium in Hannover dieses Jahr 163 weitere Lkw-Stellplätze entstehen. Niedersachsen will angesichts des stetig wachsenden Güterverkehrs bis zum Jahr 2025 weitere 1.800 Plätze schaffen. Das gilt insbesondere für die stark frequentierten Autobahnen A1, A2 und A7. Im April 2017 wurden 10.400 derartiger Plätze im Land gezählt.

Der Ausbau der Stellplätze soll auch die Verkehrssicherheit auf den Autobahnen erhöhen. Wegen fehlender Plätze für die gesetzich vorgeschriebenen Ruhezeiten stehen die Lastzüge manchmal schon auf den Zufahrtsstreifen der Raststätten oder an den Standstreifen oder Beschleunigungstreifen. Beim Rangieren behindern sie sich oft gegenseitig oder versperren manchmal anderen Autofahrern die Zufahrt zu den Zapfsäulen. Die Parkplatznot an Autobahnen ist kein rein niedersächsisches Phänomen. Der Bund bezifferte die Zahl der an deutschen Autobahnen fehlenden Lkw-Stellplätze im 2010 vorgelegten „Aktionsplan Güterverkehr und Logistik“ auf 14.000.

An der A1 in Schleswig-Holstein fehlen ebenfalls Stellplätze

Schleswig-Holstein tut sich im Vergleich zu Niedersachsen deutlich schwerer dabei, die erforderlichen zusätzlichen Lkw-Stellplätze zu schaffen. Am Rasthof Buddikate an der A 1 etwa (kleines Foto) parken die Lkw immer wieder auf kleinesten Freiräumen auch am Fahrbahnrand, um überhaupt stehen zu können. Doch die schon vor Jahren erstellten Pläne zur Schaffung von Parkraum an der A 1 geraten immer wieder ins Stocken.

Voraussichtlich im Herbst sollen erste Ergebnisse einer Untersuchung vorliegen, die die Länder im Auftrag des Bundes im April dieses Jahres zur aktuellen Parksituation an den Autobahnen durchführten.