Brechdurchfall

Norovirus breitet sich in Niedersachsen aus

Noroviren gehören nach Angaben des Berliner Robert-Koch-Institutes zu den weltweit häufigsten Erregern für plötzlich auftretenden Brechdurchfall

Noroviren gehören nach Angaben des Berliner Robert-Koch-Institutes zu den weltweit häufigsten Erregern für plötzlich auftretenden Brechdurchfall

Foto: picture-alliance/ dpa / picture-alliance/ dpa/rki

Mehr als 450 Menschen sind mit dem Brechdurchfall-Erreger infiziert. Darunter Kita-Kinder im Landkreis Lüneburg. Gesundheitsamt warnt.

Hannover. Mehr als 450 Menschen haben sich in Niedersachsen in den vergangenen vier Wochen mit dem Norovirus infiziert. Die Zahl der gemeldeten Fälle sei damit höher als in den vorangegangenen Jahren, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Hannover. Trotz eines leichten Rückgangs der neugemeldeten Fälle in der vergangenen Woche von 140 auf 122 rechne das Landesgesundheitsamt mit einem Ansteigen in den kommenden Wochen.

Das vor allem im Winterhalbjahr grassierende Norovirus gehört nach Angaben des Robert Koch-Instituts zu den weltweit häufigsten Erregern für plötzlich auftretenden Brechdurchfall. Der Nachweis ist meldepflichtig. Das Virus ist in neun Kitas im Landkreis Lüneburg aufgetreten, wie ein Kreissprecher mitgeteilt hatte.

Gesundheitsamt warnt vor Ansteckungsgefahr

Das Gesundheitsamt warnt demnach vor der hohen Ansteckungsgefahr. "Schon kleine Mengen des Virus' reichen aus, um zu erkranken", wird die Amtsleiterin Marion Wunderlich zitiert. "Eine Infektion kann bereits dann erfolgen, wenn jemand seine Hände nicht sorgfältig gewaschen hat." Typische Symptome seien akutes Erbrechen, Fieber und Durchfall. Weil die Anzeichen auch allein und in unterschiedlicher Heftigkeit auftreten könnten, würden Virusträger leicht übersehen. So könne sich das Virus leicht weiterverbreiten.