Niedersachsen

Polizei fasst drei Mitglieder der Nigeria-Connection

Das Blaulicht auf einem Polizeiauto

Das Blaulicht auf einem Polizeiauto

Foto: pdz / picture alliance / dpa

Die Männer aus Holland, Liberia und Belgien wollten mit dem „Wash-Wash-Trick“ Millionen von einem Unternehmer aus Hameln erbeuten.

Hameln.  Nach einem versuchten Millionen-Betrug hat die Polizei im Kreis Hameln drei mutmaßliche Mitglieder der sogenannten Nigeria-Connection gefasst. Den aus Holland, Liberia und Belgien stammenden Männern im Alter von 31, 38 und 61 Jahren werde gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen, teilte ein Sprecher am Montag mit. Das Trio wollte einen Geschäftsmann aus Hameln mit einem Trick um einen Millionenbetrag erleichtern. Die Nigeria-Connection ist ein international organisiertes Betrüger-Netzwerk, das seit Jahren erfolgreich große Geldbeträge ergaunert.

Der Festnahme vorausgegangen war ein Vertrag des Unternehmers mit der vermeintlichen Regierung von Nigeria über den Bau eines Zementwerkes für einen dreistelligen Millionen-Betrag. Bei Verhandlungen über eine angebliche Anzahlung versuchte das Trio, den Geschäftsmann seinerseits zur Zahlung eines hohen Eurobetrages zu bewegen und setzte auf den sogenannten Wash-Wash-Trick.

Die Männer zeigten dem Hamelner zwei schwarz eingefärbte Geldscheine, die angeblich nur mit teuren Chemikalien gereinigt werden könnten und führten dies beispielhaft vor. Dann boten sie dem Unternehmer einen Koffer voller vermeintlicher Geldscheine an und forderten einen Millionenbetrag für das angebliche Spezialmittel. Der Hamelner, der schon zuvor Verdacht geschöpft und die Polizei informiert hatte, lehnte ab. Bei der Abreise wurde das Trio festgenommen. Weil sie einen festen Wohnsitz haben, wurden die Männer später wieder auf freien Fuß gesetzt.