Niedersachsen

An der Küstenautobahn A20 scheiden sich die Geister


Mit den Planungen für die A20 geht es wieder voran.

Mit den Planungen für die A20 geht es wieder voran.

Foto: Carsten Rehder / dpa

SPD sieht den Bau der A20 als wichtigen Baustein in der gesamten Infrastruktur, die Grünen als Koalitionspartner wollen nur sanieren.

Hannover.  Die Meinungen zum Bau der Küstenautobahn A20 von Niedersachsen nach Schleswig-Holstein gehen in der Landesregierung in Hannover weiter auseinander.

Während die Grünen im Landtag nach wie vor betonen, der Fokus liege auf der Sanierung bestehender Straßen und Schienen, sieht die SPD um ihren Wirtschaftsminister Olaf Lies den Bau der A20 als wichtigen Baustein in der gesamten Infrastruktur.

„Der Bau der A20 wird nicht an Niedersachsen scheitern“, sagte Lies am Donnerstag im Landtag in Hannover. Er wies die Kritik von CDU und FDP zurück, das Bauprojekt aus Rücksicht auf den Koalitionspartner nicht mit der notwendigen Priorität voranzutreiben. Entscheidend für den Bau ohne zeitliche Verzögerungen sei vielmehr, dass der Bund die Finanzierung sichere. „Es geht ihnen nicht um die Infrastruktur, sondern darum, einen Spalt in die Landesregierung zu treiben.“

Zuvor hatte die Fraktionschefin der Grünen, Meta Janssen-Kucz, betont, entsprechend des rot-grünen Koalitionsvertrages gehe die Sanierung bestehender Verkehrswege vor den Neubau. Autobahnen würden zu Betondenkmälern, wenn nicht in die Sanierung von Brücken und Straßen investiert würde. Die Planungen für die A20 würden daher nur mit „eingeschränktem Mitteleinsatz“ vorangetrieben.

„Wir wissen alle, dass die 20 Abgeordneten der Grünen ihnen Probleme machen“, warf Astrid Fockert (CDU) Minister Lies vor. „Ihr Problem ist, dass sie nicht so können, wie sie wollen“, betonte Jörg Bode (FDP). (dpa)