Fußgänger getötet

Autofahrer unter Mordverdacht - Wagen unauffindbar

Beamte der Spurensicherung untersuchen den Tatort auf einem Fußweg vor der Diskothek "Arena" in Ihlpohl bei Ritterhude (Archivbild)

Beamte der Spurensicherung untersuchen den Tatort auf einem Fußweg vor der Diskothek "Arena" in Ihlpohl bei Ritterhude (Archivbild)

Foto: Florian Kater / dpa

Nach der Kollision mit einem Fußgänger in Ritterhude wurde gegen einen 24 Jahre alten Autofahrer Haftbefehl erlassen.

Ritterhude Eine tödliche Kollision zwischen einem Auto und einem Fußgänger auf einem Gehweg in Ritterhude hat sich nach ersten Ermittlungen als mutmaßlicher Mordanschlag herausgestellt. Gegen den 24-jährigen Fahrer des Unfallwagens wurde am Dienstag Haftbefehl erlassen, wie die Staatsanwaltschaft in Verden mitteilte.

Dem jungen Mann wird demnach ein heimtückischer Mord aus niederen Beweggründen vorgeworfen. Aufgrund der bisherigen Ermittlungen werde davon ausgegangen, dass er mit hoher Geschwindigkeit gezielt von hinten auf sein 21-jähriges Opfer zugefahren sei, weil er sich „durch geringfügigen Anlass von dem Geschädigten gestört fühlte“, erklärte die Ermittlungsbehörde in der niedersächsischen Stadt. Details nannte sie nicht.

Der 21-Jährige war am Ostersonntag nachts bei der Heimkehr von einer Diskothek auf dem Gehweg neben einer Landstraße von dem Auto erfasst und getötet worden. Der mutmaßliche Fahrer flüchtete, stellte sich laut Staatsanwaltschaft allerdings am Ostermontag in Begleitung von Verwandten der Polizei, die ihn als den gesuchten Fahrer identifizierten. Auch ein angeblicher Beifahrer meldete sich bei den Beamten.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Dienstag bestritt der Beschuldigte in seiner Vernehmung, er habe den 21-Jährigen töten wollen. Darüber hinaus äußerte er sich demnach aber nicht zu den Vorgängen.

Der Wagen, mit dem das Opfer gerammt wurde, blieb den Angaben der Ermittler zufolge zunächst unauffindbar. Die Ermittler richteten eine Mordkommission ein und riefen Zeugen auf, sich zu melden. Der gesuchte Pkw ist demnach beschädigt und weist unter anderem eine zersplitterte Frontscheibe auf.

(afp)