Mecklenburg-Vorpommern

Extremismusverdacht: Razzia bei einem Bundeswehrsoldaten

Wegen Extremismusverdachts durchsuchten Polizisten in Neubrandenburg die Wohnung eines Bundeswehrsoldaten (Symbolbild).

Wegen Extremismusverdachts durchsuchten Polizisten in Neubrandenburg die Wohnung eines Bundeswehrsoldaten (Symbolbild).

Foto: dpa

Nach Durchsuchungen der Wohn- und Büroräume des 40-Jährigen werden beschlagnahmte Speichermedien ausgewertet.

Neubrandenburg. Polizeiermittler haben in Mecklenburg-Vorpommern Wohn- und Büroräume wegen eines Extremismusverdachts gegen einen 40-jährigen Soldaten durchsucht. Seit den frühen Morgenstunden seien 70 Beamte im Raum Neubrandenburg im Einsatz, berichtete das ARD-Politikmagazin Kontraste am Montag. Die Auswertung beschlagnahmter Speichermedien werde aber mindestens mehrere Tage dauern, sagte Oberstaatsanwalt Harald Nowack am Dienstag in Rostock. Der 40-jährige Mann habe sich bei den Durchsuchungen am Montag kooperativ gezeigt, aber zu den Vorwürfen noch nichts gesagt.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte der Deutschen-Presse-Agentur: „Wir haben Kenntnis von dem Vorfall.“ Ausgangpunkt seien umfangreiche Ermittlungen des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) in enger Koperation mit dem Verfassungsschutz und Strafverfolgungsbehörden, sagte eine MAD-Sprecherin in Köln dazu.

Der Soldat ist in der Tollense-Kaserne in Neubrandenburg stationiert

Die Staatsanwaltschaft Rostock bestätigte der Kontraste-Redaktion auf Anfrage, dass sie gegen einen 40-jährigen Deutschen „wegen Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttattat nach § 89 a StGB“ ermittelt. Nach Kontraste-Informationen handelt es sich bei dem Verdächtigen um einen aktiven Bundeswehrsoldaten, der in der Tollense-Kaserne in Neubrandenburg stationiert sei. Der Mann pflege Kontakte in rechtsextreme Kreise.