A20-Umleitung

Schilderklau fördert das große Geschäft am Straßenrand

Begehrte Sammelobjekte: Die Böhlendorfer Verbotsschilder, die große Geschäfte in freier Wildbahn verbieten. Auch an der Umleitungsstraße der A20 sollen Autofahrer die Toiletten am Parkplatz nutzen.

Begehrte Sammelobjekte: Die Böhlendorfer Verbotsschilder, die große Geschäfte in freier Wildbahn verbieten. Auch an der Umleitungsstraße der A20 sollen Autofahrer die Toiletten am Parkplatz nutzen.

Foto: Stefan Sauer / dpa

Ein Dorf wehrt sich gegen Wildpinkler und große Geschäftemacher am Straßenrand. Jetzt rüstet es seine Verbotsschilder auf.

Böhlendorf.  Neue Verkehrsschilder an einer A20-Umleitung in Mecklenburg-Vorpommern sollen verhindern, dass Autofahrer das kleine und große Geschäft einfach am Straßenrand verrichten. Doch rund anderthalb Monate nach dem Aufstellen sind bereits zwei Exemplare dieser Schilder gestohlen worden, wie Frank Denker von der Straßenmeisterei Grimmen sagt. Konsequenz: „Wir haben größere Schilder anfertigen lassen, die nicht mehr in den Kofferraum passen.“

Weil die A20 derzeit teilweise abgesackt und deswegen gesperrt ist, wurden Umleitungen eingerichtet. Der kleine Ort Böhlendorf liegt an einer dieser Umleitungen, dort wurden die Schilder als Maßnahme gegen Wildpinkler & Co aufgestellt. Denn viele Autofahrer nutzten das Dorf, um sich zu erleichtern. Anwohner hatten sich daraufhin massiv beschwert.

Bürgermeister Hartmut Kolschewski ist zufrieden mit der Wirkung der Schilder: „Ich bin der Meinung, dass viele jetzt eine Perspektive haben, wenn sie lesen, dass es in vier Kilometern Erlösung gibt.“