Wismar

Missbrauch im Erlebnisbad – Caffier fordert baldige Strafe

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Foto: Jens Büttner / picture alliance / dpa

Ein 19 Jahre alter Zuwanderer soll zwei Mädchen in einem Wismarer Erlebnisbad missbraucht haben. Innenminister für schnelle Bestrafung.

Wismar/Schwerin.  Zu dem neuerlichen Fall eines mutmaßlichen sexuellen Missbrauchs in einem Wismarer Erlebnisbad hat sich Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier geäußert. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln gegen einen 19 Jahre alten Zuwanderer, der zwei acht und 13 Jahre alte Mädchen in dem Bad Wonnemar unsittlich berührt haben soll. Der Verdacht lautet auf sexuellen Missbrauch von Kindern.

Caffier forderte, die bestehenden strafrechtlichen Möglichkeiten zügig und in vollem Umfang auszuschöpfen. „Der Staat darf sich aus der Durchsetzung seines Gewaltmonopols nicht zurückziehen“, so Innenminister Caffier. „Die Bürgerinnen und Bürger können das Gewaltmonopol des Staates nur akzeptieren, wenn der Staat seinerseits die Bevölkerung wirkungsvoll schützt. Tut er das nicht, besteht die Gefahr, dass die Bevölkerung den Anspruch, sich und ihre Familien zu schützen, selbst in die Hand nimmt. Und in einer von Selbstjustiz geprägten Gesellschaft wird wohl keine Familie leben wollen.“

Caffier: „Strafe muss auf dem Fuße folgen“

Der 19-Jährige ist der Polizei bereits wegen eines ähnlichen Deliktes bekannt. Während die Mädchen die Wasserrutsche im Erlebnisbad benutzten, soll er sie angesprochen und später zu sich herangezogen haben. Der Mann habe die Mädchen an das bekleidete Gesäß gefasst und unsittlich berührt. Schließlich hat er die Achtjährige nach Angaben der Polizei auf den Mund geküsst.

„Die Strafe muss auf dem Fuße folgen“, fordert Innenminister Caffier weiter. „Sonst würden wir ein falsches Signal in die Welt senden und es könnte als Einladung verstanden werden, weitere Straftaten zu begehen. Deshalb möchte ich an dieser noch einmal ganz deutlich darauf hinweisen: Wer das Asylrecht nach dem Grundgesetz in Anspruch nehmen möchte, muss auch alle anderen Artikel des Grundgesetzes respektieren. Und dazu gehört eben auch, dass der Mann nicht über der Frau steht und das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung.“

( mkah )