Infrastruktur

Kreis Harburg: Resolution zur Y-Trasse

CDU und FDP im Kreistag des Landkreises Harburg fordern einen zügigen Bau der Y-Trasse. "Der Bund muss die vor kurzem eingefrorenen Planungsgelder für das Bahn Projekt umgehend wieder frei geben. Eine Verschiebung des Baus der Trasse ist nicht hinnehmbar", so die beiden Fraktionschefs Hans-Heinrich Aldag (CDU) und Jürgen Kempf (FDP).

Winsen. Beide Kreistagsmitglieder fordern, dass "auch die neue Bundesregierung ein Bekenntnis zur Verbesserung der Infrastruktur in Norddeutschland ablegt".

Aldag: "Die Trasse ist unverzichtbar für die Seehäfen Norddeutschlands, denn nur so ist es möglich, mehr Güter auf der Schiene ins Hafenhinterland und in die Distributionszentren zu bekommen." Die Menschen in den beiden Landkreisen Harburg und Lüneburg hätten zudem einen Anspruch auf die Y-Trasse zur Verbesserung der Situation im Personenverkehr auf der Schiene, sagte Aldag. Sein Kreistagskollege Jürgen Kempf dazu: "Unabhängig davon ist an allen Schienenstrecken der Lärmschutz bei steigender Verkehrsbelastung deutlich zu verbessern."

Wie berichtet, hatte das Bundesverkehrsministerium entschieden, die Gelder für die Y-Trasse zunächst einzufrieren. Die Entscheidung in Berlin stoße, so die Politiker, im Landkreis Harburg "sauer auf". "Die Entscheidung, die 20 Millionen Euro einzufrieren und eine Verzögerung des Baus um mindestens ein Jahr in Kauf zu nehmen, wertet der Landkreis Harburg als alarmierendes Signal bezüglich der künftigen Schwerpunktsetzung des Bundesverkehrsministeriums", sagte Aldag.

In der Kreistagssitzung am 18. Dezember in Hittfeld werden beide Fraktionen eine diesbezügliche Resolution vorlegen. Grüne und SPD wollen der Resolution zustimmen. Grünen-Fraktionschefin Ruth Alpers: "Auch wenn uns die Streckenführung der Trasse nicht gefällt, werden wir die Resolution unterschreiben. Denn wir können nicht dafür sein, dass die Güterverkehre alternativ durch unsere Heidedörfer geleitet werden."