Alkohol am Steuer

Polizei zieht betrunkene Mutter mit Kleinkindern aus Verkehr

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Alkohol am Steuer: Die Polizei deckte gleich drei Trunkenheitsfahrten auf (Symbolfoto).

Alkohol am Steuer: Die Polizei deckte gleich drei Trunkenheitsfahrten auf (Symbolfoto).

Foto: Markus Weissenfels / FUNKE Foto Services

Die Autofahrerin hatte 1,4 Promille. Polizei stoppt zwei weitere Alkoholsünder. Ein Fahrer pustete 2,5 Promille.

Lauenburg/Schwarzenbek. Gleich drei Trunkenheitsfahrten konnten Polizisten im Herzogtum Lauenburg am Donnerstag beenden. In einem Fall war eine junge Mutter mit ihren zwei und vier Jahre alten Kindern gegen 20 Uhr angetrunken auf dem Weg nach Mölln. Aufmerksame Bürger alarmierten die Polizei in Schwarzenbek. In Lauenburg stoppten Ordnungshüter einen Fahrer, der betrunken in der Schifferstadt unterwegs war.

Alkohol am Steuer: Polizisten stoppen betrunkene Autofahrer

Kurios der dritte Fall: Nach einem Crash auf der B 209 bei Krüzen hatte die Telemetrie des Fahrzeugs, die für eine Kommunikation zwischen Fahrzeug und einer Zentrale sorgt, am Donnerstag gegen 22.20 Uhr Alarm geschlagen. Polizeibeamte entdeckten den Unfallwagen in einem Knick neben der Straße, der verletzte Fahrer saß noch am Steuer. Der Atemalkoholtest ergab 2,5 Promille.

Das seit 2018 in der Europäischen Union für neue Pkw und leichte Transporter vorgeschriebene automatische Notrufsystem eCall soll dafür sorgen, dass kein Verkehrsunfallopfer unentdeckt bleibt. Im konkreten Fall hatte die Mitarbeiterin einer Notrufzentrale die Polizei über den Alarmeingang informiert. Sie hatte zuvor mit dem verletzten Fahrer gesprochen. „Der Mann wollte demnach keine Hilfe. Weil es sich aber um einen schwereren Unfall handelte, der die Airbags ausgelöst hatte, wurden wir dennoch informiert“, sagt Jacqueline Fischer, Sprecherin der Polizeidirektion Ratzeburg.

Die Polizei kassierte gleich drei Führerscheine ein

Der Unfallfahrer musste mit seinen Verletzungen ins Krankenhaus. Den am Knick und dem gut vier Jahre alten Skoda Oktavia entstandenen Schaden beziffert die Polizei mit rund 15.000 Euro. Die Fahrerlaubnis des 32-jährigen Lauenburgers wurde sichergestellt.

Länger zu Fuß gehen wird voraussichtlich auch der Fahrer des VW Passat, den Polizisten in Lauenburg Donnerstag gegen 16 Uhr auf der Bahnhofstraße stoppten. Der 37-jährige Lauenburger pustete 1,8 Promille. Eine Blutprobenentnahme wurde angeordnet, der Führerschein eingezogen.

Ärger auch mit dem Jugendamt droht der Möllnerin, die in Schwarzenbek mit ihren Kindern in einem Opel Corsa angehalten wurde. Die 31-jährige Mutter pustete 1,4 Promille und musste ihr Auto stehen lassen. Ein nüchterner Freund nahm die Kinder in Obhut.

( he )

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