Lauenburg

Wer will im Seniorenbeirat mitarbeiten?

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2019 wurden gewählt (hinten, v.l.): Klaus-Dieter Trump, Claus Beissner, Herbert Güttler, Degenhard Christen. Vorn, (v.l.): Wolfgang Kampff (verst.), Ursula Schumacher, Renate Dieckfoß, Manfred Mangelmann, Bernd Dittmer.

2019 wurden gewählt (hinten, v.l.): Klaus-Dieter Trump, Claus Beissner, Herbert Güttler, Degenhard Christen. Vorn, (v.l.): Wolfgang Kampff (verst.), Ursula Schumacher, Renate Dieckfoß, Manfred Mangelmann, Bernd Dittmer.

Foto: Dürkop

Die Stadt Lauenburg hat einen Aufruf zur Wahl veröffentlicht. Bis 10. Februar können Bewerbungen und Vorschläge eingereicht werden.

Lauenburg. Eigentlich hätte der neue Seniorenbeirat in Lauenburg schon im vergangenen Jahr gewählt werden sollen, doch Corona machte den Plänen einen Strich durch die Rechnung. Zwar hätte die Satzung auch eine Briefwahl zugelassen, aber die Interessenvertreter der Lauenburger Senioren hatten sich dagegen entschieden. Insbesondere die persönliche Vorstellung der Kandidaten ist eine gute Tradition. Stattdessen hatten sich die Mitglieder des Seniorenbeirates bereiterklärt, ein weiteres Jahr im Amt zu bleiben. Eigentlich steht die Wahl alle zwei Jahre an. Die Stadtvertretung hatte der Ausnahme zugestimmt.

Lauenburg wählt am 10. März einen neuen Seniorenbeirat

Bereits da wurde der neue Termin für die Wahl des Seniorenbeirates festgelegt: 10. März 2022. Was zu diesem Zeitpunkt niemand wissen konnte: Wieder steigen die Infektionszahlen, doch bisher soll an dem Wahltermin nicht gerüttelt werden. „In der Zwischenzeit haben wir uns daran gewöhnt, dass wir Pläne nur noch unter Vorbehalt veröffentlichen können“, sagt Beiratssprecher Claus Beissner. Dies hätte schon für den geplanten Weihnachtszauber mit den „Kielschweinen“ gegolten. Ebenso sei der Seniorennachmittag im Januar ausgefallen. Umso mehr hoffen Claus Beissner und seine Mitstreiter, dass die Wahl am Donnerstag, 10. März, über die Bühne gehen kann – natürlich unter den dann geltenden Corona-Regeln.

Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr im Festsaal des Mosaik, Raiffeisenweg 1a. Traditionsgemäß stellen sich vor der Wahl alle Kandidaten noch einmal persönlich vor. Bisher sind das übrigens alles bekannte Gesichter. Der aktuelle Beirat möchte seine Arbeit fortsetzen. Wolfgang Kampff ist leider nicht mehr dabei, er ist im vergangenen Jahr verstorben. Ursula Schumacher tritt aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Wahl an. „Wir sind gern weiter dabei, freuen uns aber auch auf neue Mitstreiter“, sagt Claus Beissner. Wer selbst kandidieren oder einen Wahlvorschlag unterbreiten möchte, muss diesen bis spätestens Donnerstag, 10. Februar, 15 Uhr im Bürgeramt (Amtsplatz 6) einreichen. Wer einen anderen vorschlägt, muss zunächst das Einverständnis desjenigen einholen. Wählbar sind alle Bürger, die das 60. Jahr vollendet haben oder im Jahr der Wahl vollenden werden. Außerdem müssen sie ihren Hauptwohnsitz in Lauenburg haben.

Seniorenbeirat Lauenburg hat Rede- und Antragsrecht in politischen Gremien

Insgesamt 140 Besucher waren 2019 ins Mosaik gekommen, um ihre Interessenvertreter zu wählen. In Lauenburg ist der Seniorenbeirat dafür bekannt, gesellige Nachmittage zu organisieren. Vor der Corona-Pandemie kamen immer rund 150 Besucher zu den Veranstaltungen. Besonders beliebt bei den Lauenburger Senioren sind seit jeher die Stadtrundfahrten, zu denen in der Vergangenheit Bürgermeister Andreas Thiede einlud. „Viele Senioren scheuen sich, Sitzungen der politischen Gremien zu besuchen. Daher sind sie sehr froh, wenn sie aus erster Hand erfahren, was sich in der Stadt tut“, weiß Beissner.

Eine solche Scheu kennt der Seniorenbeirat nicht. In den Sitzungen der Stadtvertretung und der Fachausschüsse ist immer ein Mitglied dabei. Laut Satzung hat der Beirat ein Antrags- und Rederecht während der Sitzungen. „Unsere Hinweise werden ernst genommen. Gerade, wenn es um Stolperfallen in der Stadt geht, auf die wir hinweisen, wird meist schnell Abhilfe geschaffen“, sagt Beissner.

Einem ernsten Thema widmet sich der Seniorenbeirat immer wieder: „Es gibt in Lauenburg viele Senioren, die an der Armutsgrenze leben. Wir müssen dafür sorgen, dass auch sie bezahlbaren Wohnraum finden. Diesen Menschen muss mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden“, meint Beissner.

( er )

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